Ab sofort werden in drei Basler Unispital-Kliniken die Gesundheitsdaten der Patienten in elektronischer Form gespeichert. Weitere Spitäler sollen folgen.
Warum die elektronischen Patientendossiers bald zur Notwendigkeit werden, erklärt Lukas Engelberger - Nau
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Das Wichtigste in Kürze

  • Elektronische Patientendossiers gibt es aktuell in drei Basler Kliniken.
  • Im Laufe des kommenden Jahres sollen dann alle Kliniken des Unispitals angeschlossen sein.

Am Mittwoch stellte der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger im Rahmen einer Medienpräsentation die ersten elektronischen Patientendossiers vor. Durch die Digitalisierung sollen die Gesundheitsdaten in der Schweiz besser greifbar gemacht werden.

«Es ist nicht sinnvoll, wie heute meine Patientendaten dezentral verstreut sind, ich und die Personen, die mich behandeln, aber keinen Zugriff darauf haben,» sagte Engelberger. Das elektronische Patientendossier soll sicherstellen, dass sowohl der Patient, als auch die behandelnden Ärzte schnell Zugriff auf die benötigten Unterlagen haben.

Datenschutz gewährleistet

«Es gibt Gesetze und Verordnungen für den Datenschutz. Wir als Behörden müssen das beaufsichtigen.» Auf der technischen Ebene sei der Netzanbieter und seine Partner verantwortlich für den Datenschutz. Laut Engelberger habe die IT aber bewiesen, dass sie mit dem Thema und den allfälligen Problemen umgehen könne.

Der Gesundheitsdirektor sieht in der Neuerung nur bedingt zusätzliche Arbeit für das Fachpersonal. «Die Digitalisierung bedeutet am Anfang mehr Arbeit für die Beteiligten. Wenn es dann einmal eingeführt ist, wird es für alle eine Entlastung.» Die offizielle Zertifizierung durch den Bund folgt 2019, bis 2020 müssen sämtliche Spitäler aller Schweizer Kantone folgen.

Lukas Engelberger im Interview mit Nau über die elektronischen Patientendossiers. - Nau

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