Falls Sie eine Bibel zuhause haben: Unser Halleluja-Kolumnist will Sie motivieren, darin zu lesen. Gucken Sie selbst, ob es ihm gelingt.
Sam Urech
Sam Urech besucht die Freikirche FEG Wetzikon. - Fotograf: Sebastian Heeb

Das Wichtigste in Kürze

  • Sam Urech aus dem Zürcher Oberland ist Halleluja-Kolumnist auf Nau.ch.
  • Hat er recht oder irrt er sich? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.
  • Den Autor erreichen Sie per E-Mail unter sam@hiSam.ch

Sind Sie Fan von Bruce Springsteen? Oder von Roger Federer? Mögen Sie Scarlett Johansson? Beeindruckt Sie Jacinda Ardern? Oder Elon Musk?

Nehmen wir mal Tesla-Boss Musk als Beispiel. Stellen Sie sich vor, Sie machen kein Homeoffice und Ihr Schatz ruft Sie mitten am Tag an, sagt: «Hey, Du hast einen Brief von Elon Musk bekommen!»

Was würden Sie tun? Weiterarbeiten? Zuerst mal gemütlich essen, nachdem Sie am Abend nach Hause spaziert sind? Dann auf dem Handy Social Media checken? Den TV einschalten und irgendwann würde Ihnen in den Sinn kommen, dass ja Musk ein Brief geschickt hat?

Vielleicht. Ich würde umgehend von der Arbeit nach Hause springen und sofort den Brief öffnen. Musk schreibt mir? Was schreibt er? Wow, was für eine Ehre.

Kein Tesla mehr da

Nun ist es so, dass Elon Musk zwar viel erreicht hat in seinem Leben, selbst er jedoch irgendwann diese Erde verlassen wird. Alleine, ohne Geld, ohne Macht, nicht in einem Tesla und auch nicht mit SpaceX.

Dann wird Musk vor Gott stehen, seinem Schöpfer. Dem Schöpfer des ganzen Universums. Hoffentlich nicht erst dann, wird Musk klar, dass alles Geld der Welt ein Abklatsch dessen ist, was Gott gehört.

Worauf ich raus will: Wenn mich Musks Brief dazu verleitet, sofort nach Hause zu rennen, wie sehr prickelt dann die Tatsache, dass mir dieser allmächtige Gott einen Brief geschrieben hat? Einen Liebesbrief noch dazu: Die Bibel.

Ein persönliches Schreiben

Die mächtigste, grossartigste und heiligste Kraft des Universums schreibt mir also einen Liebesbrief. In diesem Liebesbrief erklärt er mir, wie er ist, wie er denkt, wie er liebt, was er hasst, was er tat und was er tun wird. Rennen wir deswegen nach Hause?

Natürlich können Sie mir entgegnen: «Hey Stündeler! Dein Vergleich hinkt. Würde mir Musk einen Brief schreiben und den gleichzeitig auch an alle anderen Menschen adressieren, wäre ich nicht wirklich aufgeregt.»

Haarscharf nachgedacht, gratuliere. Ich muss Ihnen allerdings entgegnen, dass die Bibel tatsächlich individuell auf Ihr Leben ausgerichtet ist. Es ist ein persönliches Schreiben von Gott an Sie.

Die Dreieinigkeit Gottes

Wie ist so etwas möglich? Es gibt im Christentum einen dreieinigen Gott: Gott, der Vater, Gott, der Sohn Jesus Christus und Gott, der Heilige Geist.

Sie unterscheiden sich also, sind aber dennoch unauflösbar vereint. Schwer vorstellbar, ich weiss. Aber schnallen Sie sich besser an, je mehr Sie von Gott erfahren, umso schwerer werden Sie ihn mit Ihrem Verstand greifen können.

Ein Teil von Gott ist also der Heilige Geist und dieser Geist bewirkt Dinge, die menschlich nicht zu erklären sind. Er kann zum Beispiel ganz normal gedruckte Buchstaben zum Leben erwecken. Und genau das macht der Heilige Geist mit Ihnen, wenn Sie die Bibel lesen.

Glauben Sie, dass in der Bibel Gottes Kraft steckt?

Fussball? Meine Güte!

Die Bibel ist zwar das meistgedruckte, am häufigsten übersetzte und am weitesten verbreitete Buch – der Heilige Geist macht es aber zum ganz persönlichen Brief an Sie.

Schon erstaunlich also, dass dieses Wort Gottes trotzdem so gerne verstaubt im Gestell zurückgelassen wird. Ach, und ich will gar nicht auf Sie zeigen – ich zeige auf mich selbst.

Gehen Sie davon aus, dass ich hier jeden Satz ernst meine. Und dennoch gucke ich abends gerne Netflix? Trotzdem schaue ich so oft Fussball? Warum lese ich nicht die ganze Zeit in der Bibel?

Die Bibel: Der Weg in die Freiheit – glaubt Sam.
Die Bibel: Der Weg in die Freiheit – glaubt Sam. - AdobeStock

Wenn ich dann aber endlich in der Bibel lese, lege ich sie anschliessend gestärkt weg. Nicht wegen toll sortierten Buchstaben, die gibts auch auf Nau.ch zu bestaunen.

Sondern darum, weil der Heilige Geist so gerne und so oft durch die Bibel zu mir spricht. Die geballte Schöpfungskraft in einem Buch, das gerade in meinen Händen liegt.

Sie haben die Wahl

Falls Sie bis hier drangeblieben sind und noch immer mitlesen, gibt es nun verschiedene Möglichkeiten. Sie können zum Beispiel über meine altmodische Sicht lachen. Ihren Kopf schütteln, wegklicken und alles wieder vergessen.

Sie können sich daran zurückerinnern, wie Sie als Kind mal in einer Bibel lesen mussten und fast dabei eingeschlafen wären. Oder Sie denken an einige Christen in Ihrem Umfeld oder in der Weltgeschichte, die Ihnen nicht passen und nerven sich.

Oder aber, Sie holen eine Bibel hervor und probieren aus, ob es vielleicht doch stimmt.

Zum Autor:

Sam Urech ist 36-jährig, verheiratet und Vater von zwei Buben. Mit seiner Familie besucht er die Freikirche FEG Wetzikon. Sam hat viele Jahre beim Blick als Sportjournalist gearbeitet und ist heute Inhaber der Marketing Agentur «ratsam».

Er liebt seine Familie, seine Kirche, Guinness, Fussball, Darts, den EHC Wetzikon, Preston North End und vor allem Jesus Christus. Sam schreibt wöchentlich auf Nau.ch über seine unverschämt altmodischen Ansichten. Wenn Sie hier klicken, finden Sie alle seine Halleluja-Kolumnen.

Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie Sam ein Email: sam@hiSam.ch

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