US-Präsident Donald Trump mit seinen morgendlichen Twittersalven scheint eine Ausnahme zu sein, wie eine neue Studie zeigt.
Abends und in der Nacht wandelt sich der Sprachstil - er wird emotionaler und impulsiver.
Abends und in der Nacht wandelt sich der Sprachstil - er wird emotionaler und impulsiver. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Britische Forscher haben 800 Millionen Tweets analysiert.
  • Die meisten Menschen twittern früh morgens eher analytisch und kühl.
  • Am Abend werden die meisten Twitter-User emotional und impulsiv.

Einer gross angelegten Auswertung von Tweets zufolge denken die meisten Menschen in den frühen Morgenstunden eher analytisch und kühl, während sie erst abends emotional und impulsiv werden. Ein solches 24-Stunden-Muster fanden zumindest Forscher der Universität im britischen Bristol, nachdem sie sieben Milliarden Worte aus über 800 Millionen Twitter-Nachrichten analysiert hatten.

Demnach ist zwischen 5 und 6 Uhr morgens der höchste Anteil von Worten zu finden, die in früheren Studien mit logischem Denken, Intelligenz und Bildung in Zusammenhang gebracht wurden, berichten die Forscher im Journal «Plos One». Auch sprachliche Indikatoren für Leistung und Macht spielen um diese Zeit eine grössere Rolle.

Je später, desto emotionaler

Abends und in der Nacht hingegen wandelt sich der Sprachstil - wird emotionaler und impulsiver, oft auch sozialer. Zwischen 3 und 4 Uhr werden die meisten existenziellen Gedanken und die wenigsten positiven Emotionen ausgedrückt.

Insgesamt zeige die Studie, dass die Sprache sich im Tageszyklus stark und durchaus vorhersehbar wandele, betonen die Autoren - dies passe auch zu Unterschieden in den neuronalen Aktivitäten, im Stoffwechsel und im Hormonspiegel. «Cirkadianische Rhythmen sind Bestandteil der meisten Systeme im menschlichen Körper», betont Ko-Autor Stafford Lightman mit Blick auf die innere Uhr des Menschen.

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