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Zürich: Senioren sitzen zu lange in zu grossen Häusern!

Redaktion
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Zürich,

Laut einer Studie aus Zürich verpassen viele ältere Menschen den Zeitpunkt, aus ihrem Haus in eine kleinere Wohnung zu ziehen.

Zürich Wohnung Haus Senioren
In Zürich sitzen Seniorinnen und Senioren zu lange in zu grossen Häusern. (Symbolbild) - depositphotos

Das durchschnittliche Alter der Hausbesitzenden in der Schweiz liegt bei 62 Jahren und steigt stetig an.

Dieser Trend ist nicht nur auf die wachsenden Immobilienpreise zurückzuführen, sondern auch darauf, dass viele Eigentümerinnen und Eigentümer ihr Zuhause erst im hohen Alter aufgeben.

Laut einer Analyse des Zürcher Immobilienmarktes von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) ziehen viele erst ab einem Alter von 85 Jahren in eine kleinere Wohnung um.

Wohnst du zur Miete oder im Eigentum?

Katerina Karajannakis ist Immobilienmaklerin mit Spezialisierung auf Kundinnen und Kunden, die über 60 Jahre alt sind. Sie unterstützt Menschen dabei, ihr Haus zu verkaufen und sich für ein kleineres Domizil zu entscheiden.

«Ich versuche die Leute wachzurütteln», sagt sie in der «NZZ». «Sie sollten ehrlich zu sich sein und sich rechtzeitig fragen, ob ihr Haus mit Treppe und grossem Garten wirklich altersgerecht ist.»

Wohnung Zürich
Insbesondere in Zürich ist die Wohnungsnot derzeit gross. - keystone

In ihrer Arbeit hat Karajannakis schon oft mit Seniorinnen und Senioren über 80 Jahren interagiert. Sich von ihrem Haus und den Erinnerungen zu trennen, sei für viele eine enorme Herausforderung.

Viele schaffen den Absprung nie und bleiben in ihren Häusern bis sie körperlich nicht mehr in der Lage sind, die Treppe hinaufzusteigen.

«Dann zwingt sie das Leben zu einer Veränderung, und sie können nicht mehr dorthin ziehen, wo sie gerne möchten, sondern nur dorthin, wo noch Platz ist», erklärt Karajannakis. Oft enden die Seniorinnen und Senioren im Pflegeheim.

«Eine Selbsttäuschung»

Karajannakis hört oft von Paaren, die nach dem Auszug der Kinder ihr Haus erst einmal für sich geniessen möchten. Und genug Platz für Besuche ihrer Enkelkinder haben wollen.

Bereitet dir die Wohnungsnot in der Schweiz Sorgen?

«Das ist aber ein Stück weit eine Selbsttäuschung», warnt Karajannakis in der «NZZ». «Das Haus ist dann vielleicht an Weihnachten und Ostern belebt, wenn die Familie vorbeikommt, aber sonst sind die Räume meist leer.»

Kommentare

User #1296 (nicht angemeldet)

Seit drei (!) Generationen arbeiten in unserer Familie auch die Frauen. Bescheidene Autos, keine Markenkleider, ab und zu bescheidene Ferien, in den Bergen mit Picknick im Rucksack, seltenst auswärts Essen etc etc. Hilfe der je vorhergehenden Generation für Erwerb Eigenheim. Und genau so machen wir weiter. Und bleiben, wo wir zuhause sind.

User #6505 (nicht angemeldet)

Wir haben für unser Eigenheim lange 100% gearbeitet, gespart und auf einiges verzichtet. Die Neider nüssen sich halt überlegen, auch 100% arbeiten, nicht auf jeder Hochzeit tanzen und sich ein Eigenheim leisten oder weniger arbeiten, immer Reisen, Party usw. .Batzen und Weggli geht nicht.

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