FDP

    Zürich: FDP-Leutenegger wollte SRF-Wohn-Doku löschen – abgeblitzt!

    Yannick Zimmermann
    Yannick Zimmermann

    Zürich,

    FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger fand einen SRF-Dokfilm über die Zürcher Wohnungsnot «parteiisch» und wollte diesen deshalb löschen lassen. Er blitzt ab.

    Sugus
    Auch die Sugus-Häuser waren im SRF-Dokfilm «Wo-wo-Wohnungsnot – Das Zürcher Monopoly» ein Thema. - keystone

    Im Januar sorgte der SRF-Dokfilm «Wo-wo-Wohnungsnot – Das Zürcher Monopoly» für erhebliche Diskussionen. Kritiker warfen dem SRF vor, zu einseitig über die Wohnungssituation in der grössten Schweizer Stadt zu berichten.

    Neun Beanstandungen gingen bei der Ombudsstelle der SRG ein. Dies geht aus ihrem Schlussbericht hervor.

    Hast du «Wo-wo-Wohnungsnot – Das Zürcher Monopoly» gesehen?

    Eine Beanstandung ging auf das Konto von Filippo Leutenegger, wie der «Tagesanzeiger» schreibt.

    Der Präsident der kantonalen FDP bezeichnete den SRF-Dokfilm als «parteiisch». «Exponenten der politischen Linken» hätten zu viel Raum erhalten, argumentierte er. Gleichzeitig hätten Vertreter der Bau- und Immobilienbranche fast ausschliesslich auf der «Anklagebank» gesessen.

    Der FDP-Politiker forderte die komplette Löschung des Beitrags aus der SRF-Mediathek.

    Filippo Leutenegger
    «Andri Silberschmidt steht für eine zukunftsgerichtete, gesellschafts- und wirtschaftsliberale Politik. Er setzt sich für Eigenverantwortung, Unternehmertum und einen schlanken Staat ein», sagt Parteipräsident Filippo Leutenegger. - keystone

    SRF wies die Vorwürfe bereits zurück. Und erhält nun Rückendeckung von der Ombudsstelle der SRG.

    Diese kommt im Schlussbericht zu folgendem Ergebnis: «Zusammenfassend gelangt die Ombudsstelle zum Schluss, dass kein Verstoss gegen die Gebote der Sachgerechtigkeit und der Vielfalt vorliegt.»

    Der Dokfilm biete ein faktenbasiertes Bild der Situation auf dem Zürcher Wohnungsmarkt. «Der Film stützt sich auf reale Fälle, Experteneinschätzungen und verschiedene Stimmen, die sowohl wirtschaftliche, politische wie soziale Aspekte der Wohnungsnot beleuchten», heisst es im Schlussbericht weiter.

    Wohnst du gerne in Zürich?

    Auch den Vorwurf der einseitigen Expertenauswahl weist die Ombudsstelle zurück. Im Film kämen unterschiedliche Stakeholder zu Wort. Diese Bandbreite reiche von Mietenden über Bauunternehmen bis zu Politikern von links bis rechts.

    Eine Löschung des Dokfilms aus der SRF-Mediathek sei deshalb «ausser Betracht».

    Übrigens: Leutenegger arbeitete selbst jahrelang beim damaligen SF DRS. Unter anderem als Arena-Moderator und Chefredaktor.

    Kommentare

    User #5828 (nicht angemeldet)

    Intervenieren wird der Regierungsrat aber nicht: Er spricht der PKBS sein Vertrauen aus.. bettr. wohnungskündigungen durch PKBS in Genf..

    User #2742 (nicht angemeldet)

    Das SRF ist halt auf Linie von SP und Grünen. Die sehen auch nicht, dass wenn jedes Jahr 70 000 Personen dazu kommen und nicht entsprechend gebaut wird, Wohnungsnot entsteht.

    Weiterlesen

    Wohnungen Studenten Zürich
    40 Interaktionen
    Studieren in Zürich
    Gratis-Mieten
    11 Interaktionen
    Trotz Wohnkrise
    tsüri wincasa
    42 Interaktionen
    «Unprofessionell»
    Amorana
    Abwechslung

    MEHR FDP

    Sandra Hess
    Für Sitz im Ständerat
    Regine Sauter
    Regine Sauter
    Regierungswahlen

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    Zürich
    Zürich
    gülsha
    223 Interaktionen
    Teures Bio
    Nach Cyberangriff
    21 Interaktionen
    Zürich