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Zürcherin bekommt zu Unrecht 60 Franken Parkbusse

Nicolas Eggen
Nicolas Eggen

Zürich,

Eine Zürcherin wird gebüsst – weil das Parkhaussystem «spinnt». Die Busse wird storniert, es ist von einem «einmaligen technischen Problem» die Rede.

Parkhaus
In vielen Parkhäusern in der Schweiz werden Parkkontrollen vollautomatisch durchgeführt. Ein aktueller Fall zeigt, dass dieses System auch seine Tücken haben kann. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Zürcherin erhält eine Parkbusse – obwohl sie beteuert, bezahlt zu haben.
  • Als sie das SRF-Konsumentenmagazin einschaltet, geht es schnell: Die Busse wird storniert.
  • Es habe sich um ein «einmaliges technisches Problem» gehandelt.

Viele Parkhäuser in der Schweiz ersetzen Schranken und Parktickets durch automatische Kennzeichenerkennungssysteme. Betreiber wie beispielsweise Wemolo setzen Kameras ein, die das Nummernschild eines Fahrzeugs beim Ein- und Ausfahren scannen.

Die Bezahlung erfolgt entweder an einem Automaten vor Ort durch Eingabe des eigenen Kennzeichens. Oder man bezahlt online innerhalb von 24 Stunden nach Verlassen des Parkhauses. Ein aktueller Vorfall, über den das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» berichtet, zeigt, dass dieses System auch seine Tücken haben kann.

Trotz vermeintlicher Zahlung: Kundin erhält Busse

Im November parkiert eine Frau ihr Auto in einem Zürcher Parkhaus, welches von Wemolo betrieben wird. Sie bezahlt ihre Parkgebühr durch Scannen eines QR-Codes mit ihrem Handy und wählt Twint als Zahlungsmethode aus. Bei ihrer Ausfahrt zeigt der Bildschirm grün an – ein Zeichen dafür, dass die Gebühr erfolgreich beglichen wurde.

Aber kurz darauf erhält sie eine Busse von 60 Franken mit dem Vorwurf, sie habe die Parkgebühren nicht bezahlt. «Stimmt nicht», sagt die Frau. Die Firma Parkdepot, die für die Bussen verantwortlich ist, hält trotzdem an der Busse fest.

Parkdepot: «Einmaliges technisches Problem»

Die Zürcherin wendet sich daraufhin an das Konsumentenmagazin «Espresso». Anschliessend storniert Parkdepot die Busse und entschuldigt sich für das Missverständnis. Es sei ein «einmaliges technisches Problem» aufgetreten.

Parkierst du oft in Parkhäusern?

Wemolo ergänzt gegenüber dem Konsumentenmagazin: Der grüne Bildschirm bei der Ausfahrt sei fälschlicherweise angezeigt worden. Dies, obwohl die Twint-Zahlung noch nicht erfolgreich gewesen sei und letztendlich fehlschlug.

Normalerweise sollte die Kundin in einem solchen Fall eine Rückmeldung von Twint erhalten haben. Dies geschah laut der betroffenen Kundin jedoch nicht. Der Vorgang werde nun optimiert, hält Wemolo gegenüber dem Konsumentenmagazin fest.

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Kommentare

User #5538 (nicht angemeldet)

Versuchen kann man es ja erst mal. Wie bei den Kellnern oder an der Supermarktkasse. Wenn es einer merkt sagt man einfach: Oh, Entschuldigung. War wohl mein Fehler. Bei den zwanzig anderen die es nicht merken hat man trotzdem Gewinn gemacht. Und dann gibt es noch die, die es zwar merken, aber nichts sagen wollen. Ich habe es schon früh bei meinen Grosseltern gelernt. Wer sich nicht wehrt hat schon verloren. Später habe ich in Amerika von einer gutsituirten Dame gehört: " Der dickste Fisch im Fluss ist es, weil ihn keiner fängt." Seitdem habe ich gelernt immer ehrlich und anständig sein und Respekt vor anderen zu haben. Aber wenn es angebracht ist, muss man sich auch wehren. Und dann richtig.

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