Zürcherin bekommt zu Unrecht 60 Franken Parkbusse
Eine Zürcherin wird gebüsst – weil das Parkhaussystem «spinnt». Die Busse wird storniert, es ist von einem «einmaligen technischen Problem» die Rede.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Zürcherin erhält eine Parkbusse – obwohl sie beteuert, bezahlt zu haben.
- Als sie das SRF-Konsumentenmagazin einschaltet, geht es schnell: Die Busse wird storniert.
- Es habe sich um ein «einmaliges technisches Problem» gehandelt.
Viele Parkhäuser in der Schweiz ersetzen Schranken und Parktickets durch automatische Kennzeichenerkennungssysteme. Betreiber wie beispielsweise Wemolo setzen Kameras ein, die das Nummernschild eines Fahrzeugs beim Ein- und Ausfahren scannen.
Die Bezahlung erfolgt entweder an einem Automaten vor Ort durch Eingabe des eigenen Kennzeichens. Oder man bezahlt online innerhalb von 24 Stunden nach Verlassen des Parkhauses. Ein aktueller Vorfall, über den das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» berichtet, zeigt, dass dieses System auch seine Tücken haben kann.
Trotz vermeintlicher Zahlung: Kundin erhält Busse
Im November parkiert eine Frau ihr Auto in einem Zürcher Parkhaus, welches von Wemolo betrieben wird. Sie bezahlt ihre Parkgebühr durch Scannen eines QR-Codes mit ihrem Handy und wählt Twint als Zahlungsmethode aus. Bei ihrer Ausfahrt zeigt der Bildschirm grün an – ein Zeichen dafür, dass die Gebühr erfolgreich beglichen wurde.
Aber kurz darauf erhält sie eine Busse von 60 Franken mit dem Vorwurf, sie habe die Parkgebühren nicht bezahlt. «Stimmt nicht», sagt die Frau. Die Firma Parkdepot, die für die Bussen verantwortlich ist, hält trotzdem an der Busse fest.
Parkdepot: «Einmaliges technisches Problem»
Die Zürcherin wendet sich daraufhin an das Konsumentenmagazin «Espresso». Anschliessend storniert Parkdepot die Busse und entschuldigt sich für das Missverständnis. Es sei ein «einmaliges technisches Problem» aufgetreten.
Wemolo ergänzt gegenüber dem Konsumentenmagazin: Der grüne Bildschirm bei der Ausfahrt sei fälschlicherweise angezeigt worden. Dies, obwohl die Twint-Zahlung noch nicht erfolgreich gewesen sei und letztendlich fehlschlug.
Normalerweise sollte die Kundin in einem solchen Fall eine Rückmeldung von Twint erhalten haben. Dies geschah laut der betroffenen Kundin jedoch nicht. Der Vorgang werde nun optimiert, hält Wemolo gegenüber dem Konsumentenmagazin fest.

















