Jacqueline Fehr

    Zürcher Regierungspräsidentin Fehr bringt Impfpflicht aufs Tapet

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Jacqueline Fehr fordert den Bund dazu auf, die gesetzliche Grundlage für eine allgemeine Impfpflicht zu schaffen. Man müsse jetzt mit der Arbeit beginnen.

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    «Wir sind in einer toxischen Diskussion»: Die Zürcher Regierungspräsidentin und Justizdirektorin Jacqueline Fehr. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Jacqueline Fehr fordert eine gesetzliche Grundlage für eine Impfpflicht.
    • Der Bund müsse jetzt mit der Arbeit beginnen, so die Zürcher Regierungspräsidentin.
    • Im Herbst wäre man dann bereit, falls es die Pflicht noch brauchen würde.

    Die Zürcher Regierungspräsidentin Jacqueline Fehr hat in einem Interview eine allgemeine Impfpflicht auf das Tapet gebracht. Der Bund solle mit der Arbeit für eine gesetzliche Grundlage beginnen, sagte die 58-jährige SP-Politikerin dem «Tages-Anzeiger» vom Freitag.

    «Wenn wir mit dieser Grundlage jetzt beginnen, könnte das Parlament im Frühling beraten, das Volk im Sommer abstimmen.» Die Justizdirektorin des Kantons Zürich führt aus: «Wir wären auf den nächsten Herbst bereit – sofern es dann noch eine Impfpflicht braucht. Diesen Prozess sollten wir angehen.»

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    Eine medizinische Fachangestellte setzt zur Impfung an. (Symbolbild) - dpa

    Das Thema Impfpflicht müsse «zu Boden gebracht werden», auch um Ängste abzubauen, erklärte Fehr. «Wir sind hier in einer toxischen Diskussion, drehen uns im Kreis, aber entscheiden nicht. Das schürt den Zorn der Geimpften auf die Ungeimpften, und bei den Ungeimpften schürt es die Angst. Da müssen wir einen Ausweg finden.»

    Jacqueline Fehr: Drei Bedingungen für Impfpflicht

    Für eine Impfpflicht sei eine gesetzliche Grundlage nötig, sagte Fehr weiter. Kern einer Impfpflicht sei, dass der Staat Ungeimpfte zur Impfung aufbiete, sie mahne und mit ihnen in Kontakt treten könne. «Zwangsweise geimpft wird aber niemand.»

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    Die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr. - Keystone

    Zudem soll eine Impfpflicht nach Ansicht von Fehr zeitlich befristet sein. Weiter erklärte sie, dass mit einer Impfpflicht Ungeimpften der Besuch einer Sprechstunde vorgeschrieben werden könnte.

    Für Fehr müssen für eine Impfpflicht drei Bedingungen erfüllt sein, wie sie in der Onlineausgabe der «Neuen Zürcher Zeitung» präzisierte. Erstens müsse das entsprechende Gesetz auf drei Jahre und ausschliesslich auf das Coronavirus beschränkt sein. Zweitens müsse eine Impfpflicht, wenn sie komme, epidemiologisch noch nötig sein. Und drittens müsse der Fokus aufs Impfen und nicht aufs Büssen gelegt werden.

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