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    Zürcher Polizistin angefahren: Gericht verhängt über elf Jahre

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Der 20-Jährige, der auf dem Strichplatz eine Polizistin angefahren und mitgeschleift hatte, muss über 11 Jahre ins Gefängnis.

    Auf dem Strichplatz in Zürich-Altstetten fuhr ein junger Lenker vor zwei Jahren eine Polizistin an und schleifte sie 16 Meter weit mit. Sie leidet heute noch unter den Folgen. (Symbolbild)
    Auf dem Strichplatz in Zürich-Altstetten fuhr ein junger Lenker vor zwei Jahren eine Polizistin an und schleifte sie 16 Meter weit mit. Sie leidet heute noch unter den Folgen. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Februar 2020 fuhr ein junger Mann auf dem Strichplatz beinahe eine Polizistin zu Tode.
    • Jetzt wurde er zu 11 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
    • Der Beschuldigte behauptet, sich nicht mehr erinnern zu können.

    Das Zürcher Bezirksgericht hat den 20-jährigen Mann, der auf dem Strichplatz eine Polizistin angefahren und mitgeschleift hatte, zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren und drei Monaten verurteilt, unter anderem wegen mehrfacher schwerer Körperverletzung.

    strichplatz depotweg
    Die Wiedereröffnung des Strichplatzes Depotweg in Zürich-Altstetten am Dienstag nach Corona-bedingter Schliessung ist gut verlaufen. - Keystone

    Der Richter verurteilte ihn zusätzlich zur unbedingten Freiheitsstrafe zu einer ambulanten Massnahme zur Behandlung von psychischen Störungen.

    Staatsanwalt wollte 5 Jahre mehr

    Mit seinem Urteil blieb das Gericht somit unter dem Antrag des Staatsanwaltes, der eine Freiheitsstrafe von 16 Jahren wegen versuchten Mordes gefordert hatte. Sein Anwalt plädierte auf eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren.

    Der Beschuldigte gab an, dass er sich nicht mehr richtig erinnern könne, was damals am 28. Februar 2020 auf dem Strichplatz genau passiert sei. Die Tatsachen sind jedoch unbestritten: Er fuhr zusammen mit Kollegen auf den Strichplatz, im gestohlenen Auto seines Vaters.

    Stop-Aids-Plakate auf dem Strichplatz in Zürich.
    Stop-Aids-Plakate auf dem Strichplatz in Zürich. - Keystone

    Nachdem einer der Insassen Fotos von Prostituierten gemacht hatte, wollten Stadtpolizisten das Auto kontrollieren. Der junge Mann stoppte den SUV, fuhr brüsk rückwärts, stoppte und beschleunigte, wobei das linke Vorderrad die Polizistin erwischte.

    Knapp überlebt

    Sie prallte zuerst auf die Motorhaube und dann zu Boden, wobei sich ihr rechtes Bein im vorderen Radkasten verklemmte. Während der Lenker weiter beschleunigte, wurde die Frau knapp 16 Meter mitgeschleift. Als ihr Bein sich löste, wurde es vom Hinterrad des Fahrzeugs überrollt und beinahe abgetrennt.

    Die Frau schwebte lange Zeit in Lebensgefahr und kann nach wie vor nur mit reduziertem Pensum im Innendienst arbeiten.

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