Das Zürcher Obergericht hat einen 44-Jährigen wegen versuchten Raubes zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Er überfiel 2007 einen McDonald's.
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Das Urteil im Kettensäge-Fall steht fest. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein 44-Jähriger attackierte 2007 einen Fastfood-Angestellten mit einer Kettensäge.
  • Der Angolaner, der in Dielsdorf ZH gerade am putzen war, erlitt schlimme Verletzungen.
  • Der Täter wurde erst 12 Jahre später zufällig bei einer Überwachung gefunden.

Er soll im April 2007 in Dielsdorf in einer Filiale von McDonald's einen Angestellten mit einer Kettensäge angegriffen haben. Ein Angolaner, der im Restaurant mit Reinigungsarbeiten beschäftigt war, erlitt erhebliche Verletzungen an Kopf und Armen. Dies teilte die Kantonspolizei Zürich damals mit.

Er konnte sich zu einem anderen Restaurant schleppen, wo die Ambulanz alarmiert wurde.

Ermittler finden Verdächtigen 12 Jahre später zufällig

Der Angriff blieb lange ungeklärt. Erst zwölf Jahre später überwachten Ermittler einen mutmasslichen Kleinkriminellen. Sie hörten dabei mit, wie dieser jemanden vom Kettensäge-Überfall erzählte - er habe ihn als 15-Jähriger mit seinem Stiefvater verübt.

Letzterer wurde im November 2020 vom Bezirksgericht Dielsdorf in erster Instanz zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt. Das Obergericht reduzierte das Strafmass am Freitag in zweiter Instanz nun leicht auf sechseinhalb Jahre.

Seit rund dreieinhalb Jahren befindet sich der heute 44-jährige Dominikaner hinter Gitter. Zunächst in Untersuchungs- und Sicherheitshaft, inzwischen im vorzeitigen Strafvollzug. Diese bislang 1270 Tage werden auf dessen Strafe angerechnet.

Das Urteil des Obergerichts ist noch nicht rechtskräftig. Es kann Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht werden.

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