Zürcher Gasversorger senkt Preise per 1. Juni
Der Zürcher Gasversorger Energie 360° senkt die Preise ab 1. Juni um 1,2 Rappen. Preisanpassungen werden im Moment monatlich vorgenommen.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Zürcher Gasversorger Energie 360° senkt die Preise per 1. Juni.
- Pro Kilowattstunde wird der Gastarif um 1,2 Rappen verringert.
- Aufgrund des Ukraine-Kriegs werden die Preise im Moment monatlich angepasst.
Der Zürcher Gasversorger Energie 360° senkt die Gastarife für Haushalte. Die Preise würden per 1. Juni um 1,2 Rappen pro Kilowattstunde gesenkt, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Damit kostet das Standardprodukt für einen durchschnittlichen Heizkunden mit einem Mehrfamilienhaus ab dem (morgigen) Mittwoch 14,3 Rappen die Kilowattstunde.
Nach dem starken Preisanstieg Ende März seien die Beschaffungspreise für Gas wieder etwas gesunken. «Wir möchten unseren Kundinnen und Kunden den Preisvorteil so rasch wie möglich weitergeben können. Deshalb nehmen wir diese Anpassung bereits per 1. Juni 2022 vor», sagte der Sprecher.
Nach wie vor empfehle das Unternehmen zudem allen Kunden: «Wer jetzt aus russischem Gas aussteigen will, sollte die Gasheizung ersetzen und auf erneuerbare Heizungslösungen umsteigen.»
Preisanpassungen werden vorübergehend monatlich angepasst
Beim Gasversorger Energie 360° - der früheren Erdgas Zürich - hatte sich der Preis zuvor per 1. April innerhalb von sechs Monaten mehr als verdoppelt. Bereits seit dem vergangenen Herbst war es an den europäischen Energiemärkten zu einem starken Preisanstieg gekommen.
Die Turbulenzen hatten sich mit dem Ukraine-Krieg noch weiter verstärkt. Die Preise seien in der Folge der Invasion Russlands Ende Februar «extrem» gestiegen, hiess es.
Die angespannte Lage an den Märkten werde sich auch in nächster Zeit in volatilen Preisen bemerkbar machen. Das hatte Ende April der Sprecher von Energie 360° gesagt. In der aktuellen Situation könnten die Gaspreise nicht mehr über mehrere Monate festgelegt werden. «Wir beurteilen die Lage laufend neu und passen die Gaspreise, wenn nötig vorübergehend monatlich an.»
Per 1. Mai gab es aber keine weitere Erhöhung. Nun sinken die Preise per 1. Juni gar wieder etwas.
In der Schweiz gibt es über 100 Gasversorger. Die meisten befinden sich im Besitz von Städten und Gemeinden.












