Xhaka zeigt Doppeladler und sorgt für Aufregung
Granit Xhaka und Ricardo Rodriguez zeigen den Doppeladler bei einem Baseballspiel – der SFV erklärt die Geste.

Am Samstag besuchten die Schweizer Nati-Stars nach dem 1:1-Testspiel gegen Australien ein Baseballspiel der San Diego Padres.
Dabei wurden die Spieler als «Swiss National Soccer Team» auf dem Stadion-Screen des Petco Park eingeblendet, wie «blue News» berichtet.
Granit Xhaka und Ricardo Rodriguez nutzten den Auftritt, um den Doppeladler in die Kamera zu halten. Die Geste symbolisiert das Nationalsymbol Albaniens und des Kosovo, wie «blue News» weiter ausführt.
Der Verband nimmt Stellung
Der Schweizerische Fussballverband (SFV) reagierte umgehend mit einer Erklärung.
Laut «blue News» schrieb der Verband, bereits beim Testspiel gegen Australien seien zahlreiche Personen mit albanischen Wurzeln im Stadion gewesen.
Xhaka habe nach dem Spiel Zeit für Autogramme und Selfies mit Fans genommen. Der SFV erklärte weiter: «Am Abend nutzte er die Gelegenheit, die albanische Community nochmals zu grüssen.»
Xhaka und Doppeladler: Erinnerungen an 2018
An der WM 2018 in Russland zeigten Xhaka, Shaqiri und Captain Lichtsteiner beim 2:1-Sieg gegen Serbien den Doppeladler. Die FIFA wertete dies als unsportliches Verhalten und sprach Geldstrafen aus, wie der «Stern» berichtet.
Xhaka und Shaqiri wurden dabei je mit 10'000 Franken gebüsst, Lichtsteiner mit der Hälfte. Zusätzlich erhielten alle drei eine offizielle Verwarnung.

Xhaka und Shaqiri haben kosovarische Wurzeln, Serbien erkennt das Kosovo bis heute nicht als eigenständigen Staat an. Diese Tatsache verlieh den Jubelgesten eine politische Dimension und löste eine breite gesellschaftliche Debatte aus.
Kein sportlicher Kontext
Xhaka erklärte laut «swissinfo.ch» 2018: «Ich verheimliche meine Herkunft nie!»
Der SFV betonte nun, die aktuelle Szene habe sich ausserhalb des sportlichen Geschehens abgespielt, wie «blue News» festhält.
Die Schweizer Nati startet am kommenden Samstag in San Francisco gegen Katar in die WM-Gruppenphase, berichtet «SRF».















