Wölfe reissen im Kanton Graubünden 189 Nutztiere

Keystone-SDA Regional
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Chur,

In den ersten neun Monaten des Jahres haben Wölfe im Kanton Graubünden 189 Nutztiere gerissen.

Wolf
Ein Wolf. (Symbolbild) - keystone

In den ersten neun Monaten des Jahres haben Wölfe im Kanton Graubünden 189 Nutztiere gerissen, wie aus dem Quartalsbericht des Bündner Amtes für Jagd und Fischerei hervorgeht. Die Zahl blieb gegenüber dem Vorjahr fast unverändert.

«Wir wissen nicht, wie die Situation ohne proaktive Regulierung gewesen wäre», sagte Arno Puorger, Abteilungsleiter Grossraubtiere des Bündner Amtes für Jagd und Fischerei, gegenüber Keystone-SDA. 2024 wurden von Januar bis September 191 Nutztiere gerissen, zwei mehr als dieses Jahr.

Bären in Graubünden gesichtet

Im Frühjahr wurden 47 Meldungen über die Anwesenheit von Bären in Form von Sichtungen, Fotofallen, Fussabdrücken oder Kotspuren registriert. Aufgrund der gesammelten Hinweise bestätigt das Amt für Jagd und Fischerei, dass zwei Bären zeitweise in Graubünden anwesend waren.

Spuren eines Exemplars wurden vor wenigen Tagen noch in der Nähe von Zernez gefunden. «Wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob der Bär in Graubünden überwintern wird, aber es ist gut möglich», erklärte Puorger und sagte, dass ein ähnliches Ereignis seit über vier Jahren nicht mehr vorgekommen sei.

Winterschlaf der Bären

Im Trentino, woher die meisten der in Graubünden eintreffenden Exemplare stammen, halten die Bären von Mitte November bis März Winterschlaf. «Wenn wir nächstes Jahr Spuren zu einer Höhle finden würden, könnten wir bestätigen, dass der Bär bei uns überwintert hat», schloss Arno Puorger.

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Kommentare

User #4117 (nicht angemeldet)

Ein Wolf kostet den Steuerzahler um die 55000 fr. ? Ich lebe von 25000 fr?

User #5269 (nicht angemeldet)

4621, du hast von den Jungwölfen geschrieben, die das eigentliche Problem sind. Es ist ja so, dass alle Tiere sich aufgrund guter Lebens- und Nahrungsgrundlagen entsprechend vermehren. Wenn der Wolf nicht diese leicht verfügbare (Nutztiere) Nahrung hat, sondern jagen und schwerer an Beute kommt, wäre es längerfristig vielleicht möglich, dass er sich nicht mehr so stark vermehrt. Es ist nur eine Hypothese, wie auch dein eigener Vorschlag. Es würde aber bedeuten, dass Viehzüchter geschlossen zusammen arbeiten mit HSH usw. Es müsste vermutlich auch eine Grenze geben, dass im oberen, unschützbaren Gebiet keine Schafe mehr weiden. Ort hätte der Wolf dann sein eigentliches Jagdgebiet. Ob das gelingt, ist fraglich.

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