In der Schweiz nimmt die Anzahl Wildschweine, Steinböcke und Rothirsche gemäss der neusten Jagdstatistik laufend zu. Insgesamt war 2020 ein Durchschnittsjahr.
Jagd
Das Jagdjahr 2020 war in der Schweiz ein durchschnittliches Jahr. Laut der neusten Jagdstatistik wurden rund 77'000 Wildhuftiere erlegt. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Bafu hat die neusten Zahlen zur Jagd in der Schweiz veröffentlicht.
  • Demnach war 2020 ein durchschnittliches Jahr.
  • Auffällig ist der wachsende Bestand von Wildschweinen, Steinböcken und Rothirschen.

Im Jagdjahr 2020 sind in der Schweiz 76'695 Wildhuftiere erlegt worden. Wildschweine, Steinböcke und Rothirsche breiten sich laut der neusten Jagdstatistik in der Schweiz laufend aus. Die Bestände von Reh und Gämse sind hingegen stabil. Das Jagdjahr 2020 zeichnete sich als durchschnittliches Jahr aus, wie das Bundesamt für Umwelt (Bafu) am Montag mitteilte.

Die neusten Zahlen zu den erlegten Wildhuftieren entsprechen laut der von Wildtier Schweiz durchgeführten eidgenössischen Jagdstatistik dem Fünfjahresdurchschnitt. Das Jagdjahr 2020 dauerte in den meisten Kantonen von Anfang April 2020 bis Ende März 2021.

Steinbock-Ausbreitung eine «Erfolgsgeschichte»

Nach einem Einbruch im schneereichen Jagdjahr 2018 habe die Zahl Steinböcke wieder zugenommen. Sie verzeichnete in diesem Jahr «einen Rekord seit deren Ausrottung in der Schweiz». Laut Mitteilung handelt es sich dabei um «eine Erfolgsgeschichte».

Steinbock Pontresina
Steinböcke grasen am Dorfrand von Pontresina. - Keystone

Weniger erfreulich seien aber die hohen Zahlen an tot aufgefunden Füchsen, die an Krankheit, Alter und Schwäche gestorben seien. Es handle sich um den zweithöchsten Wert seit Messbeginn im Jahr 1968. Die Räude und die Staupe grassierten in der Schweiz in gewissen Regionen stark.

Die Zahl der erlegten Wildschweine stieg im Jagdjahr 2020 auf 8313. Zum Vergleich: 2011 wurden noch 4263 Wildschweine in der Statistik erfasst. Die neuste Jagdstatistik listet zudem 13'935 erlegte Rothirsche auf. 2011 waren es mit 9462 deutlich weniger gewesen.

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