Nachdem das Val d'Hérens in den letzten vier Monaten Opfer von Wolfsangriffen wurde, haben Offizielle nun eine Abschussbewilligung beantragt.
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Die Ausbreitung des Wolfs in der Schweiz soll kontrolliert werden. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Wolfsrudel wurde in einem Tal im Kanton Wallis gesichtet und bestätigt.
  • Es soll für etliche Angriffe in den letzten vier Monaten verantwortlich gewesen sein.
  • Nun hat der Kanton eine Bewilligung zum Abschuss beantragt.

Der Kanton Wallis beantragt beim Bund die Bewilligung für die Regulierung eines Wolfsrudels im Val d' Hérens. In der Region wurden in den letzten vier Monaten elf Schafe in einer geschützten Situation im Streifgebiet des Rudels getötet.

Bis vor kurzem hatte die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere formell nur ein Wolfspaar identifiziert.

Zustimmung erforderlich

Die Voraussetzungen für die Anordnung eines Abschusses waren daher nicht erfüllt, da Paare durch das Bundesgesetz geschützt sind. Inzwischen hätten Fotos die Anwesenheit von Wolfsjungen gezeigt, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit.

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Das schöne Val d'Hérens im Wallis. - Keystone

Die Zustimmung des Bundesamts für Umwelt ist erforderlich, damit eine Regulierung angeordnet werden kann. Demgegenüber fällt der Abschuss eines einzelnen Wolfs in die Zuständigkeit der Kantone.

Bedingung für Abschuss erfüllt

Wird der Antrag auf Regulierung vom Bund genehmigt, kann der zuständige Staatsrat den Abschuss zur Regulierung anordnen. In diesem Fall hat die Wildhut bis zum 31. März 2022 Zeit, Jungtiere zu erlegen.

Anfang Woche hatte auch der Kanton Waadt beim Bund eine Abschussbewilligung beantragt. Er ist der Meinung, dass nach mehreren bestätigten Angriffen im Waadtländer Jura die Bedingungen für den Abschuss erfüllt sind.

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