Aufgrund des Lokführerstreiks in Deutschland muss wieder mit Zugausfällen gerechnet werden. Auch Reisende aus der Schweiz sind davon betroffen.
Eine Anzeigetafel am Stralsunder Hauptbahnhof zeigt die Zugausfälle an. Foto: Stefan Sauer/dpa
Eine Anzeigetafel am Stralsunder Hauptbahnhof zeigt die Zugausfälle an. Foto: Stefan Sauer/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • In Deutschland streiken auch heute die Lokführer.
  • Es muss im ganzen Land mit Zugausfällen gerechnet werden.
  • Auch Reisende aus der Schweiz sind von den Ausfällen betroffen.

Kunden der Deutschen Bahn müssen sich auch am Dienstag auf zahlreiche Verspätungen und Zugausfälle vorbereiten. Die Gewerkschaft GDL setzte ihren Streik bei der Deutschen Bahn fort. Auch Reisende aus der Schweiz sind von den Ausfällen betroffen.

Ähnlich wie am ersten Tag des Streiks rechnet die Bahn nach eigenen Angaben damit, das Angebot im Fernverkehr mit etwa 30 Prozent aufrecht erhalten zu können, im Regionalverkehr im Durchschnitt etwa 40 Prozent. «Auch am zweiten Tag werden wir unser stabiles Grundangebot bieten», sagte eine DB-Sprecherin am Dienstagmorgen.

Ein DB-Mitarbeiter an einem leeren Bahngleis. Foto: picture alliance / Wolfram Kastl/dpa
Ein DB-Mitarbeiter an einem leeren Bahngleis. Foto: picture alliance / Wolfram Kastl/dpa - dpa-infocom GmbH

Reisende müssen sich wie am Montag auf zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Auch im Güterverkehr wird weiter gestreikt. Um 2.00 Uhr in der Nacht zu Mittwoch soll der Arbeitskampf beendet werden. Die Bahn geht davon aus, dass sich der Verkehr im Laufe dieses Tages wieder normalisieren wird.

SBB rechnet mit Ausfällen

Dann dürften auch die Nachtzüge von Zürich nach Berlin wieder regulär unterwegs sein. Seit Montag sind neben den Nachtzügen von Zürich nach Berlin und Hamburg auch die ICE Zürich-Basel-Hamburg, Interlaken-Basel-Berlin und Basel-Köln ausgefallen. Auch die Verbindungen zwischen Zürich und München wurden reduziert.

SBB-Sprecher Jürg Grob hatte am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitgeteilt es verkehrten nur noch zwei Zugpaare durchgehend, alle anderen Züge fahren nur bis Bregenz.

ICE
Ein ICE-Zug der deutschen Bahn. - dpa

Innerhalb der Schweiz würden die Verbindungen ersetzt, sagte Grob weiter. Kundinnen und Kunden, die ihre Reise wegen des Streiks verschieben möchten, könnten ihr Ticket für den Fernverkehr entweder flexibel nutzen oder kostenfrei stornieren. Auch Reservierungen könnten kostenfrei umgetauscht werden.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will mit dem Streik höhere Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten erzwingen. Es ist ihr zweiter Streik in dieser Tarifrunde. Anders als beim ersten Ausstand in der vorletzten Woche hatten Fahrgäste dieses mal mehr Zeit, sich vorzubereiten.

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