Bund rechnet mit zunehmender Knappheit an Wohnungen

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Bern,

Der Wohnungsmangel in der Schweiz dürfte sich weiter verschärfen. Der Direktor für Wohnungswesen warnt, dass kurzfristig keine Entspannung in Sicht ist.

«Noch sehe ich kein Licht am Ende des Tunnels», sagte der Direktor des Bundesamts für Wohnungswesen, Martin Tschirren, in einem Interview mit «Blick». (Archivbild)
«Noch sehe ich kein Licht am Ende des Tunnels», sagte der Direktor des Bundesamts für Wohnungswesen, Martin Tschirren, in einem Interview mit «Blick». (Archivbild) - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Das Wichtigste in Kürze

  • Martin Tschirren erwartet im kommenden Jahr eine weitere Zunahme der Wohnungsknappheit.
  • Treiber sind Bevölkerungswachstum, Zuwanderung, mehr Haushalte und eine anziehende Wirtsch
  • Der Aktionsplan von Bund und Kantonen wirkt für Wohnungswesen nur mittel- bis langfristig.

Der Direktor des Bundesamts für Wohnungswesen, Martin Tschirren, rechnet im kommenden Jahr mit einer Zunahme des Wohnungsmangels. «Die Ursachen für die Wohnungsknappheit lassen sich nicht so schnell ändern», sagte Tschirren in einem Interview mit «Blick» vom Samstag.

Zu den Ursachen zählen laut Tschirren die steigende Anzahl der Haushalte, das Bevölkerungswachstum, die Zuwanderung und die Wirtschaftsentwicklung. Letzterer Punkt sei ein zentraler Faktor, sagte der Direktor des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO).

Zwar habe es durch die Unsicherheit wegen der US-Zölle letztes Jahr eine leichte Abkühlung gegeben und Firmen seien zurückhaltender geworden. «Wenn die Wirtschaftsentwicklung wieder etwas anzieht, wird die Nachfrage nach Arbeitskräften und damit auch nach Wohnraum tendenziell wieder grösser», sagte Tschirren. Doch spiele nicht nur die hohe Nachfrage nach Wohnraum eine Rolle, gab er zu bedenken. Auch das ungenügende Angebot und die tiefe Bautätigkeit führe zur Knappheit.

Der Bund hatte Anfang 2024 zusammen mit den Kantonen, den Städten, Gemeinden, der Immobilienwirtschaft und der Zivilgesellschaft einen Aktionsplan erstellt. Darin finden sich über 30 Massnahmen, die für mehr Wohnraum und vor allem mehr Wohnungen zu erschwinglichen Preisen sorgen. Doch die darin formulierten Massnahmen zielen laut dem BWO-Direktor auf mittel- bis langfristige Effekte ab. «Eine schnelle Verbesserung sehe ich im Moment nicht», sagte er.

Kommentare

Minimaus

Besser wäre die würde man endlich nach Hause schicken. Es wird zu teuer. Dann kann das Volk wieder normal leben

Minimaus

Dann ist die Lösung weniger Gäste. Es gibt keine andere. Alle die nicht mit Leib und Leben bedroht werden nach Hause, das sind ca. 90 %. Die Schweiz hat im Schnitt zu anderen Ländern am meisten Gäste. Sigar Deutschland baut ab. Dazu müssen due im 1. Land bleiben wo sie ankommen. Wohnungsnot ja, aber nicht wegen dem eigenen Volk. Das eigene Volk wird verdrängt, nur das Gaste in due gpnstigen Wohnungen kommen. Es muss endlich gehandelt werden, da das Volk langsam für 1/3 der Bevölkerung Krankenkasse und Sozialhilfe bezahlt, das geht si nicht weiter, das Volk so zu Nelken für Gaste, die auch in ihrem Land gut leben können. Die Schweiz verbauen für die? Nein

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