Basler Fasnacht: Brandschutz-Regeln führen zu finanziellen Einbussen
An der Basler Fasnacht galten strengere Brandschutz-Regeln. Meist durften nur noch 50 Personen in die Cliquenkeller. Das führte auch zu Umsatz-Einbussen.

Das Wichtigste in Kürze
- In die meisten Cliquenkeller durften während der Basler Fasnacht nur noch 50 Personen.
- Das sorgte für längere Wartezeiten für die Fasnächtler und weniger Umsatz für die Cliquen.
Die Brandkatastrophe in Crans-Montana hat schweizweit für Aufruhr gesorgt. Die verschärften Sicherheitsmassnahmen wirkten sich auch auf die Basler Fasnacht aus. Die traditionellen Cliquenkeller durften weniger Gäste empfangen als in früheren Jahren.
In den meisten Kellern galt eine Obergrenze von 50 Personen. Diese Limite soll sichere Fluchtwege garantieren. Der Kanton Basel-Stadt hatte entsprechende Hinweisschilder an den Eingangstüren anbringen lassen.
Auch der Keller der «Primidoofe»-Clique war vom strengeren Regime betroffen. Nur noch maximal 50 Personen durften in den Keller. Im Innern sassen dann alle. Das zeigen Nau.ch-Bilder.

Die Personenbeschränkungen hatten finanzielle Folgen für die Cliquen. Thomas Schubert ist Obmann der «Primidoofe»-Clique. Er beziffert die Umsatzeinbussen gegenüber SRF auf 10 bis 15 Prozent.
Die reduzierten Kapazitäten führten auch zu längeren Wartezeiten für die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler. Beispielsweise vor dem «Dupf-Club»-Keller musste man zeitweise mehr als eine halbe Stunde anstehen.
Ein Besucher äussert sich gegenüber SRF gelassen: «Absolut kein Problem. Wir haben ein gutes Gespräch – und ein Bier in der Hand. Daher alles easy.»
Die «Primidoofe»-Clique setzt bereits seit Jahren auf einen Türsteher. Früher führte diese Massnahme zu Diskussionen unter den Gästen.
Heute hatte sich die Stimmung gedreht, erklärt Schubert bei SRF: «Das ist jetzt ins Positive hinübergeschwappt. Die Leute haben viel Verständnis für die Situation und dafür, dass wir zum Rechten schauen.»
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Der Kanton Basel-Stadt hatte im Vorfeld der Basler Fasnacht sämtliche Cliquenkeller einer baulichen Prüfung unterzogen. Nur wenige Lokale konnten die neuen Auflagen nicht erfüllen und mussten geschlossen bleiben.
Während der Basler Fasnacht wurden in den Cliquenkellern dann Stichproben durchgeführt. Diese seien «sehr positiv» verlaufen, wie die Gebäudeversicherung Basel-Stadt verlauten liess.




















