Wegen Baustellen-Dach: Im Zürcher HB regnets rein
In der Bahnhofshalle des Zürcher Hauptbahnhofs wurde es am Sonntag nass. Das turbulente Herbstwetter traf den Ort in einer kritischen Sanierungsphase.
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Das Wichtigste in Kürze
- Aus dem Dach der Querhalle des Hauptbahnhofs Zürich regnete es am Sonntag.
- Am Dach befindet sich zurzeit eine Baustelle.
- Die SBB begründet den Wassereintritt mit einer «aussergewöhnlich ungünstigen Kombination».
Da wollte kein Hund raus: Regen und Böen sorgten für turbulentes Herbstwetter. Wer am Sonntag trotzdem unterwegs war, suchte schnell einen geschützten Ort. Nass wurde es jedoch auch in der Bahnhofshalle des Zürcher Hauptbahnhofs.
Am Sonntagnachmittag nach 16 Uhr mussten Reisende und Passanten dort den Schirm nochmals aufspannen. Denn an gewissen Stellen regnete es in die Halle. Das Dach, das derzeit saniert wird, schien demnach nicht dicht zu sein.
SBB-Mediensprecher Reto Schärli bestätigt auf Anfrage, dass es in die Halle regnete. «Während des vergangenen Wochenendes kam es zu einem wetterbedingten Wassereintritt.» Passiert sei dies auf der Baustelle am Dach der Querhalle des Zürcher Hauptbahnhofs.
«Wind muss ungehindert zirkulieren können»
Reto Schärli begründet den Wassereintritt mit einer «aussergewöhnlich ungünstigen Kombination» aus starken, windgetriebenen Niederschlägen und einer bautechnisch bedingten Übergangsphase.
Einerseits seien die Seitenwände des temporären Notdachs aus zwingenden statischen Gründen bewusst offengelassen worden.
Geschlossene Wände würden bei starken Böen wie ein Segel wirken. «Um zu verhindern, dass die enormen Windkräfte das Dach anheben, muss der Wind ungehindert zirkulieren können.»
Die Sicherheit von Fahrgästen und Bauarbeitern habe hier absolute Priorität, sagt Schärli.
Andererseits befindet sich die Baustelle laut dem Mediensprecher aktuell exakt in der kritischen Phase kurz vor dem Einglasen. Letztere finde diese Woche statt.
SBB verspricht: Bald bleiben Pendler wieder trocken
Eine schützende Plastikfolie und Floorliner lagen auf dem Zwischen-/Gerüstboden. Diese verhinderten laut Schärli zuvor zuverlässig ein Wassereindringen und leiteten es ab. Die Folie und der Floorliner seien bereits planmässig entfernt worden.
«Dies war zwingend notwendig, da diese Woche die Gläser wieder regulär eingesetzt werden.»
Die Arbeiten schreiten laut dem Mediensprecher weiterhin wie geplant voran. Regen und Böen sind für die nächsten Tage nicht prognostiziert.
Die ungünstige Wetterkombination wiederhole sich nicht und die neuen Gläser würden nun eingesetzt. «Deshalb werden sich die Reisenden wieder im Trockenen bewegen können», sagt Schärli.
Die Querhalle im Zürcher Hauptbahnhof ist fast 100 Jahre alt. Die Sanierung dauert bis Ende 2027. Das Projekt umfasst die Sanierung der genieteten Stahlkonstruktion, des Holzdaches und der Verglasung.













