Wallis lehnt Beschwerde der Betreiber der Rhonegletscher-Grotte ab

Keystone-SDA
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Oberwallis,

Die Betreiber hatten gegen einen Beschluss Beschwerde eingelegt, der die Sanierung des Geländes und die Einstellung des Betriebs anordnet.

Die Eisgrotte am Rhonegletscher wird seit Jahren von Umweltkreisen kritisiert. (Archivbild)
Die Eisgrotte am Rhonegletscher wird seit Jahren von Umweltkreisen kritisiert. - KEYSTONE/CYRIL ZINGARO

Das Wichtigste in Kürze

  • Die touristische Nutzung dieser Grotte steht seit mehreren Jahren im Fokus von Umweltverbänden.
  • Ein Beschluss hatte die Sanierung des Geländes und die Einstellung des Betriebs angeordnet.
  • Die Beschwerde gegen diesen Beschluss hat der Walliser Staatsrat nun abgelehnt.

Die Zukunft der touristischen Eisgrotte am Rhonegletscher ist ungewiss. Der Walliser Staatsrat hat die Beschwerde des Betreibers gegen einen Beschluss abgelehnt, der die Sanierung des Geländes und die Einstellung des Betriebs anordnet.

Der Kanton Wallis bestätigte am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA entsprechende Information des Westschweizer Radio und Fernsehen RTS. Der Betreiber hat 30 Tage Zeit, um beim Kantonsgericht dagegen Beschwerde einzulegen. Die aufschiebende Wirkung wurde aufgehoben, doch im Falle einer Beschwerde kann der Betreiber deren Wiederherstellung beantragen.

Rhonegletscher Grotte
Weisse Geotextilbahnen bedecken eine Eishöhle am Rande des Rhonegletschers bei einem Besuch am Donnerstag, dem 16. Juli 2026, oberhalb von Gletsch im Oberwallis. - keystone

Zum jetzigen Zeitpunkt sei der Betrieb der Anlage daher faktisch nicht mehr möglich, so der Kanton Wallis. Am Samstag waren auf der Website für Gletscherbesuchende keine Informationen über eine vorübergehende Schliessung zu finden.

Der Staatsrat ist der Ansicht, dass der Bau einer Eishöhle von nicht unerheblicher Grösse sowie die Anbringung von Planen auf dem Gletscher einer Baugenehmigung bedürfen. Da sich die Anlagen in einem Schutzgebiet für Auen von nationaler Bedeutung befinden, können sie nicht genehmigt werden.

Die touristische Nutzung dieser Grotte steht seit mehreren Jahren im Fokus von Umweltverbänden. Anfang August war eine Petition mit mehr als 10'000 Unterschriften eingereicht worden. Der Text forderte den Schutz des Gletschers, die Schliessung der für Touristinnen und Touristen zugänglichen Eishöhle und die Beendigung des kostenpflichtigen Zugangs zum Gletscher.

Kommentare

HaHa

Benennen wir es doch einmal so wie es ist: die künstlich geschlagene Eisgrotte befindet sich auf der aktuellen Gletscherzunge des Rhonegletschers. Sie liegt etwa 700 Meter vom Eintrittskiosk entfernt und wird - mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln - gehegt und vor dem endgültigen Wegschmelzen geschützt. Ich mag mich noch erinnern, dass ich vor etwa 65 Jahren in die Grotte hineingehen konnte, da lag der Eingang nur ein paar Meter hinter dem Kiosk. Damals reichte die mächtige Gletscherzunge noch bis unmittelbar an die Kehre der Furkapassstrasse. Und heute? Geben wir doch diese Eisgrotte auf! Das ist nichts anderes, wie wenn ganze Skigebiete ihren Betrieb aufgeben müssen. Natürlich ist das für die Familie Carlen (das ist die Familie, welche die Grotte seit 1870 betreibt und jährlich von Hand in das Eis schlagen lässt) ein Verlust, aber lassen wir doch jetzt der Natur ihren Lauf.

User #5382 (nicht angemeldet)

Ja, für die Geltscherbesuchende ist dann GletscherbesuchEnde

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