Kanton Wallis beantragt vollständigen Abschuss von zwei Wolfsrudeln

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Sion,

Der Kanton Wallis hat beim Bundesamt für Umwelt (Bafu) die Bewilligung für den vollständigen Abschuss von zwei Wolfsrudeln beantragt, jenen in der Augstbord-Region und im Nanztal. Diese Massnahme folgte auf den Riss von 219 Nutztieren in diesem Sommer.

Wolf
Ein Wolf. - keystone

Die beiden Rudel Im Oberwallis sollten vollständig abgeschossen werden, einschliesslich ihrer Jungtiere, teilte die kantonale Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Sie bestätigte damit eine Information des «Walliser Boten».

Der Kanton begründete sein Gesuch mit den 219 Nutztieren, die während des Alpsommers 2026 bei 84 registrierten Angriffen getötet worden sind. Besonders betroffen waren die Regionen Augstbord und Nanztal/Ganter mit 54 beziehungsweise 25 gerissenen Tieren.

Das Augstbordrudel, das nach dem Abschuss von 14 Tieren im vergangenen Winter als ausgerottet galt, hatte sich neu gebildet. Dort wurden mindestens drei neue Jungwölfe nachgewiesen. Das Rudel im Nanztal zählte ebenfalls mindestens drei Jungtiere.

Neben diesen beiden vollständigen Abschüssen plant der Kanton Wallis die Regulierung von zwei weiteren Rudeln. Es geht dabei um die Rudel in Nendaz/Isérables (mindestens fünf Jungwölfe) und Les Toules. Hier sollen zwei Drittel der diesjährigen Jungtiere erlegt werden.

Auch die Kantone Graubünden, Tessin und St. Gallen haben neue Abschussverfügungen erlassen. Der Entscheid des Bafu über den Walliser Antrag wurde bis Mitte September erwartet.

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