Vom Impressionismus bis KI: Das zeigen die Schweizer Museen 2026
Von Cézanne über afroamerikanische Kunst aus den USA bis zu Videoinstallationen von Kunstschaffenden der Gegenwartsszene und der Auseinandersetzung mit KI in der Kunst: Mit diesen Ausstellungen warten die Schweizer Museen 2026 auf.

KUNSTMUSEUM SOLOTHURN: «MEHR LICHT. VIDEO IN DER KUNST»: Videokunst oder Video in der Kunst gab es schon lange Zeit, bevor das bewegte Bild mit der Digitalisierung den Alltag zu beherrschen begann. Was einst auf flimmernden Röhrenbildschirmen begann, hat sich zu einer wichtigen Ausdrucksform in der zeitgenössischen Kunst entwickelt. Zusammen mit dem Kunsthaus Aargau begibt sich das Kunstmuseum Solothurn auf eine umfassende Reise durch die Geschichte der Videokunst in der Schweiz und zu internationalen Schlüsselwerken, die diese beeinflusst haben.
18.01. bis 17.05.2026
FONDATION BEYELER, RIEHEN: «PAUL CÉZANNE»: Der Altmeister der Moderne nimmt eine der herausragenden Positionen in der Sammlung der Fondation Beyeler ein. Nun zeigt das Museum in Riehen bei Basel erstmals eine Einzelausstellung zum Oeuvre von Paul Cézanne (1839–1906). Die Ausstellung konzentriert sich auf die letzte Phase im Schaffen des französischen Impressionisten und zeigt Cézanne mit Werken, die ihm einen wichtigen Platz im Firmament der Kunstgeschichte verschaffen haben: Zu sehen sind Porträts, seine Badenden, Sehnsuchtslandschaften aus der Provence und sein Lieblingsmotiv, der Montagne Sainte-Victoire, den der Künstler in immer neuen Ansichten darstellte.
25.01. bis 25.05. 2026
KUNSTHAUS ZÜRICH: «KERRY JAMES MARSHALL – THE HISTORIES»: Es sind kraftvolle Bilder über das Leben und die Geschichte der afroamerikanischen Community, voller intensiver Farben, Schmerz, Hoffnung und Lebendigkeit. Der US-amerikanische Künstler Kerry James Marshall (*1955) stellt in seinen grossformatigen Werken schwarze Menschen in den Mittelpunkt – mit bewussten Stilanleihen an die westliche Tradition der Historienmalerei von Giotto bis Manet. Das Kunsthaus Zürich präsentiert in Kooperation mit der Royal Academy, London und dem Musée d’Art Moderne in Paris die bislang grösste Ausstellung zum Werk des Künstlers ausserhalb der USA.
27.2. bis 16.08.2026
MUSÉE CANTONAL DES BEAUX-ARTS, LAUSANNE: «OTOBONG NKANGA. I DREAMT OF YOU IN COLOURS»: Die 1974 in Nigeria, geborene und jetzt in Antwerpen in Belgien lebende Künstlerin behandelt in ihren Bildern, Fotoarbeiten, Installationen und Performances Themen der ökologischen Krise sowie der Beziehung zwischen Körper und Territorium. In ihren zumeist figurativen Werken sind Objekte und Landschaften Träger von Erinnerungen und Emotionen. Pflanzen, Steine, Staub, Glimmer, Archivmaterial sind wiederkehrende Elemente ihrer Installationen. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Musée d’Art Moderne in Paris.
03.04 bis 23.08.2026
KUNSTMUSEUM BASEL: «CAO FEI. TESTIMONIES TO THE NEAR FUTURE»: Die chinesische Video- und Konzeptkünstlerin Künstlerin Cao Fei (* 1978) zählt zu den prägenden Stimmen der Gegenwartskunst in ihrem Land und weit darüber hinaus. Für ihre erste Einzelausstellung in der Schweiz verwandelt sie das Gegenwartskunsthaus des Kunstmuseums Basel in ein immersives Gesamtkunstwerk als Modell einer Stadt, in der die originären Installationen und Videowelten aus ihren letzten 20 Schaffensjahren verschmelzen. Mit dieser Ausstellung wird der Gegenwartskunstbau nach einer Sanierungsphase wieder eröffnet.
30.05. bis 11.10.2026
KUNSTMUSEUM BERN: «FRANZ GERTSCH. BLOW-UP»: Franz Gertsch (1930–2022) ist der Schweizer Vorzeigekünstler des Fotorealismus und ein Meister des modernen Holzschnitts. Die Retrospektive, die in zwei Teilen im Kunstmuseum Bern und im Museum Franz Gertsch gezeigt wird, bietet eine Werkübersicht aus mehr als 60 Jahren künstlerischen Schaffens: monumentale Gemälde mit Motiven der Jugend- und Musikszene aus den 1970er-Jahren, Frauenporträts aus den 1980ern, Familienbilder und Porträts von Künstlerfreundinnen und -freunden, epische Landschaften und Naturaufnahmen.
14.08,2026 bis 17.01.2027
Doppelausstellung mit dem Museum Franz Gertsch in Burgdorf (19.9.2026 bis 28.2.2027) in Kooperation mit dem Louisiana Museum of Modern Art Humlebæk und Deichtorhallen Hamburg.
KUNSTHAUS AARGAU: «KÜNSTLICHE KREATIVITÄT»
Die Gruppenausstellung im Kunsthaus Aargau geht dem kreativen Potenzial der Künstlichen Intelligenz (KI) in der zeitgenössischen Kunst nach. Der künstlerische Prozess mit KI – gemäss Museumsangaben ein Tanz zwischen Kontrolle und Kontrollverlust – schafft ein Spannungsfeld zwischen Mensch und Maschine, das die gängigen Vorstellung von Kreativität herausfordert. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Haus der Elektronischen Künste in Münchenstein bei Basel
26.09. 2026 bis 10.01.2027






