Stadt Zürich

    Vogelgrippefall in Schweizer Geflügelbetrieb

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Bei einem Hobby-Betrieb im Zürcher Unterland ist die Vogelgrippe aufgetaucht. Das Virus ist nach heutigen Erkenntnissen nicht auf den Menschen übertragbar.

    Vogelgrippe
    Die Krankheit hat eine hohe Sterblichkeitsrate. Rund 52 Prozent der seit 2003 infizierten Menschen haben nicht überlebt. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Zürcher Unterland ist ein Fall der Vogelgrippe aufgetreten.
    • In Baden-Württemberg wurde eine hochansteckende Variante der Vogelgrippe entdeckt.

    Im Zürcher Unterland ist am Dienstag bei einer Hobbyhaltung mit Geflügel ein Fall von Vogelgrippe festgestellt worden. Ob es sich um eine hochansteckende Variante handelt, wird derzeit untersucht. Das Virus ist nach heutigen Erkenntnissen nicht auf den Menschen übertragbar.

    Anfang dieser Woche bestätigten die Behörden von Baden-Württemberg in der Nähe der Schweizer Grenze eine hochansteckende Variante der Vogelgrippe bei Schwänen, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Mittwoch weiter mitteilte.

    Erster Fall in der Schweiz

    Der Fall im Zürcher Unterland im Gebiet des Rheins sei nun der erste in der Schweiz in einer Hobbyhaltung mit Hühnern und Wasservögeln.

    vogelgrippe
    Der Fall im Zürcher Unterland im Gebiet des Rheins sei nun der erste in der Schweiz in einer Hobbyhaltung mit Hühnern und Wasservögeln. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

    Seit Ende Oktober haben die Fälle von Vogelgrippe bei wildlebenden Wasservögeln in Europa laut BLV stark zugenommen. In mehreren Ländern seien auch erste Fälle in Geflügelbetrieben aufgetreten. Derzeit treffen wildlebende Wasservögel auch an Schweizer Seen zur Überwinterung ein. Das grösste Übertragungsrisiko ist der direkte Kontakt zu Wasservögeln.

    Daher sind jetzt laut BLV vorbeugende Massnahmen in der ganzen Schweiz wichtig. Jeder Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln sei zu verhindern. Das BLV ruft Geflügelhalter dazu auf, Fütterung und Tränkung in einem für Wildvögel nicht zugänglichen Geflügelstall vorzunehmen. Weiter sollen Sicherheitsmassnahmen vor dem Betreten der Stallungen eingehalten werden, wie Schuhwechsel, das Tragen von Überkleidern und Händeinfektion.

    Gitter auf Löcher überprüfen

    Freilandhaltung und Weideauslauf sind laut BLV weiterhin möglich. Es seien jedoch Vorbereitungen zu treffen, um die Tiere in einem geschützten Aussenklimabereich zu halten. Und Gitter seien auf Löcher zu überprüfen.

    Gemäss den verfügbaren Informationen sind die Virenstämme der aktuell zirkulierenden Vogelgrippe nicht auf den Menschen übertragbar. Trotzdem ist es angezeigt, entdeckte Vogelkadaver nicht zu berühren und sich an einen Wildhüter, an die Fischereiaufsicht oder an die Kantonspolizei zu wenden, wie das BLV schreibt.

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