Im Bundesasylzentrum in Bern sind acht Personen an Diphtherie erkrankt. Nun konnten die ersten Patienten die Isolation verlassen.
Diphtherie
Das ehemalige Zieglerspital in der Stadt Bern wurde 2016 zu einem Bundesasylzentrum umfunktioniert. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Vier der acht an Diphtherie erkrankten Personen in Bern konnten die Isolation verlassen.
  • Die vier weiteren Personen werden weiterhin behandelt. Ihr Zustand ist gut.
  • Die Quarantäne in den beiden Stockwerken im Bundesasylzentrum wurde aufgehoben.

Von den acht Personen, die im Berner Bundesasylzentrum an Diphtherie erkrankt sind, sind vier wieder gesund. Sie konnten die Isolation verlassen, wie das Staatssekretariat für Migration SEM am Freitag mitteilt.

Die restlichen vier Personen sind weiterhin in Isolation, ihr Gesundheitszustand ist gut. Die Quarantäne in den beiden Stockwerken im Bundesasylzentrum BAZ wurde aufgehoben, alle sich dort befindenden Asylsuchenden wurden negativ auf Rachendiphtherie getestet.

Getestet wurden auch sämtliche anderen Bewohnerinnen und Bewohner des BAZ Bern. Sprecher Samuel Wyss erklärt: «Weil hier noch einige wenige Resultate ausstehend sind, gilt vorläufig weiterhin eine Maskenpflicht im ganzen Bundesasylzentrum.»

Ebenso gilt weiterhin der temporäre Zuweisungsstopp. «Das heisst, es werden im Moment keine neue Asylsuchenden im BAZ Bern aufgenommen.»

Alle Bewohnenden geimpft

Am Dienstag und Mittwoch wurden mehrere Fälle von Diphtherie im Bundesasylzentrum im alten Zieglerspital in Bern bemerkt. Zwei Stockwerke mit insgesamt 175 Personen wurden unter Quarantäne gestellt.

Die übrigen Bewohnerinnen und Bewohner des BAZ wurden mit deren Einverständnis gegen Diphtherie geimpft. In zwei Stockwerken, in denen eine Quarantäne verhängt worden war, wurde zusätzlich eine Antibiotika-Prophylaxe durchgeführt, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.

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Den im Berner Bundesasylzentrum an Diphtherie erkrankten Personen geht es weiterhin gut. Neue Fälle kamen nicht dazu. - sda - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Alle anderen Bewohnerinnen und Bewohner inklusive das Personal dürfen das BAZ laut Staatssekretariat für Migration verlassen. Diese Personen wurden angewiesen, ausserhalb des Zentrums eine Schutzmaske zu tragen, im Bundesasylzentrum selber gilt eine Maskenpflicht.

Für die Bevölkerung besteht nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) keine Gefahr. Dies, weil die Durchimpfungsquote gegen Diphtherie sehr hoch ist. Wie in anderen Industrieländern ist die Diphtherie in der Schweiz praktisch ausgemerzt. Den letzten Fall von Rachendiphtherie gab es laut BAG 1983.

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