Verhältnis zu Italien nach Crans-Montana entspannt sich

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Crans-Montana,

Sechs Monate nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS mit 41 Toten und 115 Verletzten hat sich die Stimmung zwischen der Schweiz und Italien beruhigt. «Für uns ist die Seite umgeblättert», sagt der ehemalige italienische Botschafter in Bern, Gian Lorenzo Cornado.

Der ehemalige italienische Botschafter für die Schweiz und Liechtenstein, Gian Lorenzo Cornado. (Archivbild)
Der ehemalige italienische Botschafter für die Schweiz und Liechtenstein, Gian Lorenzo Cornado. (Archivbild) - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Während der Brandkatastrophe «reagierte die italienische Öffentlichkeit nach italienischen Massstäben und nicht anhand der in der Schweiz geltenden Verfahren», sagt der Diplomat. «Die Freilassung von Jacques Moretti hat schockiert. Meine Rückberufung nach Rom war ein energischer Protest gegen diesen Entscheid.»

Auch die Zustellung von Rechnungskopien belastete die Beziehungen zwischen Italien und der Schweiz. Gemäss einer Vereinbarung zwischen den beiden Ländern werden weder die italienischen Familien noch der italienische Staat für die Kosten aufkommen müssen.

«Sollten die Strafen am Ende – auch wenn sie dem Schweizer Strafgesetzbuch entsprechen – als zu milde ausfallen, würde in Italien das Gefühl entstehen, dass den Opfern keine Gerechtigkeit widerfahren ist», so Cornado weiter.

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