Verein kann die Wolfsabschüsse nicht anfechten

    Keystone-SDA
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    Lausanne,

    Der Verein «CHWolf» kann gegen die von der Bundesverwaltung angeordneten Wolfsabschüsse keine Beschwerde einlegen. Der Verein aus der Deutschschweiz war seit mindestens zehn Jahren nicht mehr in der gesamten Schweiz aktiv und ist daher nicht klageberechtigt, urteilte das Bundesgericht.

    Wolf
    Der Wolf sorgt in der Schweiz weiterhin für hitzige Debatten. (Symbolbild) - keystone

    Der Verein hatte gegen die vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) auf Antrag der Kantone St. Gallen, Graubünden und Wallis erlassenen Entscheide zur Regulierung der Wolfsrudel Beschwerde eingelegt. Er scheiterte damit beim Bundesverwaltungsgerichts, das auf die Beschwerde nicht eintrat.

    Die Bundesrichterinnen und -richter schlossen sich nun der Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts an und sprachen dem Verein «CHWolf» die Klagebefugnis ebenfalls ab. Dieser Verein kann nicht vor Gericht gegen die Entscheidungen der Behörden zur Tötung von Wölfen vorgehen.

    Die Richter waren der Ansicht, dass der Verein die gesetzlichen Kriterien hierfür nicht erfüllt. Grundsätzlich kann ein Umweltschutzverein gegen einen Beschluss, der auf der Grundlage des Natur- und Heimatschutzgesetzes erlassen wurde, Beschwerde einlegen. Allerdings müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein.

    So muss in der Satzung des betreffenden Vereins ausdrücklich die Möglichkeit vorgesehen sein, Rechtsmittel einzulegen. Der Verein muss zudem seit mindestens zehn Jahren ununterbrochen auf nationaler Ebene tätig sein, bevor er Beschwerden einlegen kann.

    Im vorliegenden Fall stellten die Richter jedoch fest, dass der Verein, der seine Beschwerde im Jahr 2024 einreichte, zwischen 2014 und 2017 fast ausschliesslich in der Deutschschweiz tätig war. Die Website des Vereins mit Sitz in Einsiedeln SZ ist nur auf Deutsch verfügbar, wie die Richter feststellten.

    Der Verein führte 2014 und 2015 zwar Herdenschutz-Projekte im deutschsprachigen Teil des Kantons Freiburg durch. Eine Präsenz im deutschsprachigen Teil eines Westschweizer Kantons sei nicht gleichbedeutend mit einer Tätigkeit auf dem gesamten Staatsgebiet. Zudem stellten die Richter fest, dass eine ausschliesslich deutschsprachige Website den Eindruck erweckt, der Verein strebe es nicht an, andere Zielgruppen als das deutschsprachige Publikum anzusprechen.

    Folglich seien die gesetzlich vorgesehenen Kriterien nicht erfüllt; Beschwerde des Vereins wurde als unzulässig erklärt.

    Der betroffene Verein «CHWolf» zeigt sich in einer Stellungnahme vom Freitag enttäuscht vom Bundesgerichtsentscheid. Die Begründung sei nur schwer nachvollziehbar.

    Die Projektarbeit für den Wolf- und den Herdenschutz hätten letztlich die gesamte Schweiz betroffen, schreibt der Verein. Es sei bedauerlich, dass die Konzentration auf die deutsche Sprache so stark gewichtet worden sei.

    (Urteile 2C_46/2025, 2C_4872025 und 2C_49/2025 vom 18. August 2026)

    Kommentare

    User #2828 (nicht angemeldet)

    Das Volk hat die Wolfsabschüsse klar untersagt!

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