Aufgepasst: Mücken wegen milden Temperaturen bis Ende Oktober aktiv
Trotz Herbst sind noch Mücken unterwegs. Die milden Temperaturen könnten ihre Saison bis Ende Oktober verlängern – auch wenn es weiterhin trocken ist.

Das Wichtigste in Kürze
- Die milden Temperaturen halten Mücken derzeit aktiv.
- Die anhaltende Trockenheit erschwert ihnen die Vermehrung.
- Bleibt es warm, könnten Mücken noch bis Ende Oktober unterwegs sein.
Es ist Herbst, die Mücken sind aber trotzdem noch da.
Und wer auf ein baldiges Ende der Mückensaison hofft, braucht weiterhin Geduld. Denn: Die Tiere könnten in diesem Jahr problemlos bis Ende Oktober aktiv bleiben.
Der wichtigste Grund dafür sind die milden Temperaturen.
«Es ist noch warm genug für die Mücken», erklärt Olivier Glaizot, Chefkurator der Zoologie am Naturéum, gegenüber RTS.

Die Trockenheit spielt ebenfalls eine Rolle. Allerdings bremst sie die Tiere eher aus. Denn: Mücken brauchen Feuchtigkeit, um sich zu vermehren.
Nach dem sehr trockenen Sommer reichen laut Glaizot allerdings schon einzelne Regenfälle aus, damit sie ihren Fortpflanzungszyklus wieder aufnehmen können.
Und diese vereinzelten Regenschauer hat es in den letzten Wochen ja durchaus gegeben.
Mehrere Generationen bis Ende Oktober möglich
Wie lange die Mücken unterwegs bleiben und wie stark sie sich vermehren, hängt vom weiteren Wetter ab.
Bei genügend Feuchtigkeit und milden Temperaturen sind bis etwa Ende Oktober noch mehrere Fortpflanzungszyklen möglich.
Erst wenn die Temperatur dauerhaft unter zehn Grad fällt, endet ihre Aktivität.
Mit einer längeren Kältephase ist vorerst aber nicht unbedingt zu rechnen.
Im Gegenteil: Für Oktober bis Dezember sieht MeteoSchweiz eine hohe Wahrscheinlichkeit für überdurchschnittlich warme Temperaturen. Das sagt Meteorologe Lionel Fontannaz gegenüber dem Sender.
Klimawandel verlängert Mückensaison generell
Dass sich die Mückensaison mit dem Klimawandel generell verlängern könnte, zeigt auch eine im August veröffentlichte Studie aus Frankreich.
Demnach könnte die aktive Zeit der Tigermücke dort in den kommenden 60 Jahren um 40 bis 60 Tage zunehmen.
Klar ist: Wenn im Winter die Temperaturen deutlich sinken und die Nächte länger werden, verschwinden die Mücken aus der Luft.
Nicht alle aber sterben: Gewöhnliche Stechmücken können etwa in Höhlen überwintern, andere Arten suchen Schutz in Häusern. Bei der Tigermücke überdauern die Eier den Winter in einer Ruhephase.
Aktuell gilt aber: Erst anhaltende Kälte beendet die Mückensaison. Bis dahin könnten die Tiere noch für den einen oder anderen Stich sorgen.















