VW & Audi: Knapp 50'000 Schweizer Autos von Mega-Rückruf betroffen!
Im schlimmsten Fall ist ein Ausfall der Lenkung möglich. Volkswagen und Audi rufen mehr als 2,8 Millionen Autos zurück. Davon fast 50’000 in der Schweiz.

Das Wichtigste in Kürze
- Fehlerhafte Verschraubungen können im Extremfall die Lenkfähigkeit beeinträchtigen.
- Volkswagen und Audi rufen weltweit mehr als 2,8 Millionen Fahrzeuge zurück.
- In der Schweiz sind mehr als 40’000 Volkswagen-Fahrzeuge und mehr als 8600 Audi-Fahrzeuge betroffen.
Volkswagen und Audi rufen weltweit mehr als 2,8 Millionen Fahrzeuge zurück. Grund: eine möglicherweise fehleranfällige Verschraubung.
Bei Volkswagen sind es mehr als 2,1 Millionen Fahrzeuge, bei der VW-Tochter Audi sind es weltweit mehr als 696’000 Autos.
Die Verschraubung kann unter bestimmten Umständen versagen und im Extremfall zu einem Verlust der Lenkfähigkeit führen. Damit steigt das Unfallrisiko.
Der Autoimporteur Amag bestätigt auf Anfrage von Nau.ch: Der Rückruf betrifft auch die Schweiz!
Insgesamt sind 40'073 Schweizer Fahrzeuge der Marke Volkswagen betroffen. Bei der Marke Audi sind es in der Schweiz 8619 Fahrzeuge.
Vorsorglich müssen alle betroffenen Autos in die Garage. Die Amag führt einen Rückruf in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strassen (Astra) durch.
Reparatur für Besitzer gratis
Die Besitzer erhalten demnächst ein Informationsschreiben. «Mit der Bitte, umgehend ihren Volkswagen-Partner aufzusuchen und diese Schraube ersetzen zu lassen.»
Diese Reparatur ist für die Fahrzeugbesitzer kostenlos. Die betroffene Schraube wird gegen eine korrosionsbeständige Version ausgetauscht.
Bei Volkswagen sind die Modelle Golf, Golf Variant, Tiguan, Touran und Caddy betroffen, die zwischen dem 24. September 2013 und dem 1. Juli 2024 produziert wurden.
Bei Audi betrifft der Rückruf den Q3 aus dem Produktionszeitraum vom 31. Oktober 2017 bis zum 23. Mai 2024.
«Schlimmstenfalls lässt sich Fahrzeug mehr lenken»
Amag-Sprecher Christian Frey erklärt: «Das Problem entstand primär durch Feuchtigkeit, die über Jahre in die Befestigung der Lenkung eindringt. Dabei korrodiert eine Schraube, die für die Verschraubung des Lenkgetriebes am Hilfsrahmen verantwortlich ist, und diese kann im Extremfall brechen.»
Die Folge: Das Lenkgetriebe ist nicht mehr ausreichend befestigt. «Unter hoher Belastung kann das Gehäuse beschädigt werden, schlimmstenfalls lässt sich das Fahrzeug nicht mehr lenken», so Frey.
Bislang sind keine Informationen über Unfälle oder Verletzte in Zusammenhang mit dem Problem bekannt.













