Forschungsteam erstellt Fett-Atlas vom Mäusehirn

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    Lausanne,

    Fette im Gehirn waren lange ein blinder Fleck. Forschende der EPFL haben nun einen detaillierten Atlas erstellt, der zeigt, wie Lipide im Gehirn von Mäusen angeordnet sind und sich verändern.

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    Fette im Gehirn waren lange ein blinder Fleck. Forschende der EPFL haben nun einen detaillierten Atlas erstellt, der zeigt, wie Lipide im Gehirn von Mäusen angeordnet sind und sich verändern. - keystone

    Für den in der Fachzeitschrift «Nature» veröffentlichten Atlas nutzte das Team eine Methode namens Massenspektrometrie-Bildgebung, wie die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) am Donnerstag mitteilte. Dabei massen die Forschenden 172 verschiedene Lipide an rund 7 Millionen einzelnen Punkten in den Gehirnen von elf Mäusen.

    Aus den Daten erstellte ein lernfähiger Algorithmus ein 3D-Modell. Dieses unterteilte das Gehirn in 539 verschiedene Gebiete mit jeweils einer charakteristischen Lipid-Mischung, die das Team «Lipizonen» nannte. Die Anordnung der Lipide stimmte mit bekannten anatomischen Strukturen überein, zeigte aber auch bisher unbekannte Grenzen auf.

    Die Lipide funktionierten wie Postleitzahlen, die entfernten, aber verwandten Teilen des Gehirns die gleiche chemische Adresse gäben, erklärte Studienleiter Giovanni D'Angelo in der Mitteilung. So deckte der Atlas Verbindungen auf, die auf Gen-Karten bisher nicht sichtbar waren.

    Die Untersuchung zeigte zudem, dass sich die Lipid-Karte während der Trächtigkeit bei den Mäusen stark veränderte. Dies deute darauf hin, dass das Gehirn seine Verschaltung an die neuen körperlichen Anforderungen anpasse. Da Veränderungen bei Lipiden mit Krankheiten wie Depressionen oder Alzheimer in Verbindung gebracht werden, biete die Methode eine wichtige Referenz für die Forschung.

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    Kommentare

    User #4638 (nicht angemeldet)

    Darauf habe ich mein Leben lang gewartet. Danke EPFL, ich bin am Ziel angekommen.

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