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    VCS zeigt Beispiele guter und schlechter Infrastrukturen für Velos

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Auf einer neuen Plattform zeigt der Verkehrs-Club der Schweiz Beispiele für gute und schlechte Veloinfrastruktur, zusammengetragen mit Hilfe von Velofahrenden.

    Velo VCS
    Als positives Beispiel führt der VCS unter anderem eine abgesenkte Bordsteinkante in Biberist auf. Velos können so eine ehemals viel zu steile und nicht rechtwinklig zur Strasse angelegte Auf- und Abfahrtkante sicher passieren. - sda - VCS

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der VCS hat eine neue Plattform für Veloinfrastruktur eingerichtet.
    • Darauf zu sehen sind gute und schlechte Beispiele.
    • Velofahrende konnten beim Zusammentragen der Beispiele aktiv mithelfen.

    Mit Hilfe von Velofahrenden hat der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) in den letzten Monaten Beispiele von velofreundlichen und nicht velofreundlichen Infrastrukturen aus der ganzen Schweiz zusammengetragen.

    Mit Verweis auf die eigene Website stellt der VCS in einer Medienmitteilung vom Dienstag fest, dass es viele gelungene Veloinfrastrukturen gebe, von Kreiseln über Unterführungen und Einspurstrecken bis hin zu Parkierungsmöglichkeiten.

    Um diese zu fördern, sammle der VCS auf einer neuen Website die besten Beispiele.

    Diese Stellen gefallen den Velofahrern

    Ein positives Beispiel ist der breite Velostreifen in der Zürcher Innenstadt beim Mythenquai. Der Strassenabschnitt bildet eine wichtige Veloverbindung für den Alltags- und Freizeitverkehr aus Richtung Wollishofen und Kilchberg in die Innenstadt.

    Beim Eigerplatz in Bern können Velos auf ihrer eigenen Spur am Kreisel vorbei abbiegen. Es handelt sich dabei um eine für Alltag und Freizeit für Pendler, Schüler und Einkäufe wichtige Verbindung.

    Velo Tramgleis
    In Bern versucht man bei neuen Projekten, Velos möglichst von den Tramgleisen fernzuhalten. - Keystone

    Nach dem Absenken der Bordsteinkante im solothurnischen Biberist können Velos jetzt eine ehemals viel zu steile und nicht rechtwinklig zur Strasse angelegte Auf- und Abfahrtkante sicher passieren.

    Schlechte Infrastruktur

    Neben positiven Beispielen umfasst die neue Webseite auch schlechte Infrastrukturen, um den dringenden Handlungsbedarf aufzuzeigen. So steht etwa bei der Ausfahrt von der Velostation in Olten auf die regionale Hauptverkehrsroute von Olten nach Gösgen ein Pfosten in der Mitte des Radweges. Als Lösung schlägt der VCS vor, den Posten, der täglich von rund 200 Velos umfahren werden muss, zu entfernen oder nach rechts zu verschieben.

    Velo VCS
    Der Veloweg führt von der Strasse aufs Trottoir. - Nau

    Negativ erwähnt wird auch die Kreuzung des Veloweges in Winterthur bei der St. Georgenstrasse und der Trollstrasse. An der Kreuzung gebe es eine lange Wartezeit, da die Ampelsteuerung minutenlang Autos auf der St. Georgenstrasse bevorzuge, ausserdem quere der Veloweg die Museumsstrasse ohne Vortritt. Eine Lösung wäre es nach Ansicht des VCS, die Grünphase für Velos zu verlängern oder allenfalls Velos frühzeitig «anzumelden» mit einer Induktionsspule.

    Durch eine einfache Fahrbahnmarkierung könnte nach Ansicht des VCS auch ein unterbrochener Veloweg in Baden AG velofreundlich gemacht werden.

    Plattform für Bau- und Verkehrsplaner

    Der VCS will sich mit der neuen Plattform insbesondere an Bau- und Verkehrsplanern in den kantonalen und kommunalen Ämtern, an das Bundesamt für Strassen ASTRA oder an Planungsbüros richten. Die Website soll dazu dienen, neue Ideen zu sammeln, eine Austauschplattform zu bieten und das Velofahren in der ganzen Schweiz sicherer, schneller und praktischer zu machen.

    In der Schweiz nutzen laut dem VCS nur knapp 8 Prozent der Menschen das Velo als ihr tägliches Verkehrsmittel.

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