Die US-Steuerbehörde hat Schweizer Steuersünder weiterhin im Visier. Nun fordert sie Auskunft über Kontodaten bei 26 Schweizer Finanzinstituten.
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Das Herz des Schweizer Finanzplatzes, der Zürcher Paradeplatz. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Steuerbehörde IRS sucht weiterhin nach Schweizer Steuersündern.
  • Sie fordert nun Informationen über Kontodaten bei 26 Schweizer Finanzinstituten.

Die US-Steuerbehörde IRS verfolgt weiterhin Steuersünder bis in die Schweiz. Sie will nun von den Schweizer Behörden weitere Informationen über Kontendaten bei insgesamt 26 Schweizer Finanzinstituten erhalten. Bereits in den vergangenen Jahren hatte die IRS zahlreiche entsprechende Auskunftsbegehren gestellt.

In den Amtshilfegesuchen geht es um Bankkonten von US-Kunden, die bisher keine Zustimmung zur Meldung ihrer Kontodaten an die US-Behörden durch die Schweizer Institute erteilt hatten. Dies ist den am Dienstag veröffentlichten Mitteilungen der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) zu entnehmen. Die Schweizer Banken hatten die Daten dieser Kunden der IRS deshalb lediglich in aggregierter Form gemeldet.

UBS, Kantonalbanken und Postfinance betroffen

Betroffen von den neuen Auskunftsbegehren sind sowohl die Grossbank UBS wie auch eine Reihe von Kantonalbanken und die Postfinance. Auch mehrere Vermögensverwaltungsinstitute wie auch die Lebensversicherer Helvetia und Swiss Life sollen Daten liefern.

Bei den Gruppenersuchen stützt sich die US-Behörde auf ein Abkommen über Umsetzung des FATCA-Abkommens («Foreign Account Tax Compliance Act») zwischen der Schweiz und den USA. Dies ist den am Dienstag im Amtsblatt veröffentlichten Mitteilungen der ESTV zu entnehmen.

Für jede von dem Gruppenersuchen betroffene Kontobeziehung werde die ESTV eine Schlussverfügung erlassen. Die betroffenen US-Personen können nun innert 20 Tagen deren Zustellung beantragen.

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