WEF verschickt erneut eine Einladung an Trump
US-Präsident Donald Trump ist erneut ans Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos GR eingeladen worden.

Das Wichtigste in Kürze
- Das WEF hält die Teilnehmendenliste bis zum 10. Januar unter Verschluss.
- Zwinggi verteidigt den Dialog auch mit umstrittenen Gästen.
- Parmelin nutzte Trumps letzten Besuch für Gespräche über Handelsbeziehungen.
«Alle Staatsoberhäupter der G20-Staaten haben die Einladung bereits auf ihrem Pult.» Das sagte der Präsident und CEO des Forums Alois Zwinggi der «Südostschweiz».
Ausser eine Regierung würde es ausdrücklich wünsche, halte das WEF die Liste der Teilnehmenden bis zum 10. Januar unter Verschluss.
Das nächste WEF findet vom 18. bis 22. Januar 2027 statt.
Bei der letzten Ausgabe dominierte die Teilnahme von Donald Trump. Sollte der US-Präsident erneut nach Davos reisen, dürfte das wohl ähnlich sein – ebenso wie die Kritik an seinem Besuch.
Forum sei eine neutrale Plattform
Das Forum verstehe sich als eine neutrale Plattform, die Stimmen «aus einer grossen Bandbreite auf die Bühne» bringe, sagte Zwinggi. Dialog sei zudem wichtiger als kein Dialog.
Daher sagt der WEF_Verantwortliche: «Das heisst, wir müssen bereit sein, uns auch mit Personen oder Themen auseinanderzusetzen, bei denen es nicht komfortabel ist.»
Zwinggi vertraut den Teilnehmenden. «Sie müssen selbst einschätzen können, was für sie Sinn macht und was nicht», antwortete der WEF-Verantwortliche. Die «Südostschweiz» sprach ihn auf die umstrittene Rede von Trump bei der letzten Ausgabe des Forums an.
Letzter Besuch im Zeichen der Zölle
Trump hatte sich bei seiner Rede herablassend über das Telefongespräch mit der damaligen Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter geäussert. Das Telefonat fand im Rahmen der Zollverhandlungen zwischen den USA und der Schweiz statt.
Jedoch bot der Aufenthalt des US-Präsidenten in den Bündner Bergen auch die Möglichkeit zu Gesprächen. So sprach Bundespräsident Guy Parmelin mit Trump über die Handelsbeziehungen.
Der Wirtschaftsminister verkündete im Anschluss, dass Bern und Washington erste Verhandlungen für ein Handelsabkommen aufnehmen würden.










