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    Unterhaltsstau der SBB wächst auf 9,5 Milliarden Franken

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Unterhaltsrückstand beim SBB-Bahnnetz ist im vergangenen Jahr auf 9,5 Milliarden Franken angewachsen. Trotzdem beurteilen die SBB den Zustand ihrer Anlagen weiterhin als «gut bis ausreichend».

    schweizerische Bundesbahnen
    Der Unterhaltsrückstand beim SBB-Bahnnetz ist im vergangenen Jahr auf 9,5 Milliarden Franken angewachsen. (Symbolbild) - keystone

    Der Unterhaltsrückstand beim Bahnnetz sei 2025 um zwölf Prozent gestiegen, teilten die SBB am Freitag in ihrem jährlichen Netzzustandsbericht mit. Trotz dieses wachsenden Sanierungsbedarfs bewerteten die SBB den Gesamtzustand ihrer Anlagen mit der Note 2,8 auf einer Fünferskala als «gut bis ausreichend». Der Wert blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

    Die hohe Verfügbarkeit der Infrastruktur stellten die SBB laut eigenen Angaben durch eine Umschichtung von finanziellen Mitteln sicher. Geld, das für präventive und geplante Erneuerungen vorgesehen war, floss stattdessen in kurzfristige und ungeplante Unterhaltsmassnahmen.

    Dieser teurere, kurative Unterhalt habe zwar den Betrieb stabilisiert, trage aber zur Vergrösserung des langfristigen Sanierungsstaus bei. Ohne Gegenmassnahmen drohten mittelfristig Verhältnisse wie in anderen Ländern.

    Als Hauptgründe für den wachsenden Rückstand nannten die SBB die hohe Belastung des Netzes und unzureichende Mittel für die Erneuerung. Die Nutzung der Schieneninfrastruktur hat sich seit den 1980er-Jahren verdoppelt. Um den Rückstand abzubauen, müssten jährlich mindestens 230 Kilometer Fahrbahn erneuert werden.

    Im vergangenen Jahr konnten jedoch nur 186 Kilometer saniert werden. Zudem verursachten auch neue Ausbauprojekte jährliche Folgekosten von rund drei Prozent für den Substanzerhalt. Die SBB haben sich zum Ziel gesetzt, den Rückstand bis 2040 zu stabilisieren.

    Die Sicherheit der Anlagen sei jederzeit gewährleistet gewesen und die Zielvorgaben aus der Leistungsvereinbarung mit dem Bund seien mehrheitlich erreicht worden.

    Trotz des Sanierungsstaus verursachten die Infrastrukturanlagen 2025 so wenige Verspätungen wie noch nie seit Beginn der Messungen. Die durch Anlagen verursachten Reisendenverspätungsminuten sanken um 30 Prozent auf 7,9 Millionen.

    Dies sei auf den intensiven kurativen Unterhalt und günstige Witterungsbedingungen zurückzuführen. Insgesamt war die SBB-Infrastruktur für einen Fünftel aller Reisendenverspätungsminuten verantwortlich, was 22,7 Millionen Minuten entspricht.

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    Kommentare

    User #6340 (nicht angemeldet)

    Und am Ende wird wieder der Autofahrer zur Kasse geben. Kennen wir ja schon zu Genüge mit FinöV etc.

    User #1674 (nicht angemeldet)

    Und warum kommt erst jetzt das Warnlicht der SBB.

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