Fachleute wollen Grundwasser besser vor Trockenheit schützen
Angesichts zunehmender Trockenperioden fordern Fachleute einen besseren Schutz des Grundwassers in der Schweiz. In einem am Freitag publizierten Faktenblatt schlagen sie verschiedene Massnahmen vor, um die wichtigste Trinkwasserressource des Landes zu sichern.

Die Schweiz müsse die Neubildung von Grundwasser fördern, die Infrastruktur widerstandsfähiger machen und das Management verbessern, teilte die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) am Freitag mit. Die immer häufigeren und extremeren Trockenperioden gefährdeten die Verfügbarkeit und Qualität des Grundwassers.
Bei zunehmender Trockenheit sänken die Grundwasserstände und Quellen versiegten, vor allem im Jura und in den Alpen. Dies könne gravierende Folgen für Ökosysteme wie Moore oder Fliessgewässer haben. Auch für Landwirtschaft, Industrie und Haushalte drohten Engpässe.
Die Fachleute schlagen mehrere Massnahmen vor. So solle das Grundwassermessnetz in peripheren Regionen ausgebaut werden. Zudem gelange durch die Entsiegelung von Böden und die Renaturierung von Gewässern mehr Regen ins Grundwasser. Auch müsse die Qualität durch eine konsequente Durchsetzung von Schutzzonen gesichert werden.
Weiter regen die Experten ein gemeinsames Management durch Bund, Kantone, Gemeinden und Nutzergruppen an. Für akute Trockenphasen brauche es zudem Notfallpläne. Rund 80 Prozent des Schweizer Trinkwassers stammen aus dem Grundwasser.






