Tod durch Methadon - Basler Gericht mildert Strafe für 27-Jährigen
Das Basler Appellationsgericht hat am Mittwoch einen jungen Mann wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen verurteilt. Der Angeklagte hatte die Methadon-Tabletten beschafft, an denen eine 15-Jährige infolge einer Überdosis starb.

Das Appellationsgericht verurteilte den heute 27-Jährigen zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 22 Monaten und ordnete eine ambulante psychiatrische Behandlung an. Er muss 29'000 Franken Genugtuung an die Mutter der verstorbenen Jugendlichen bezahlen.
Das Urteil fiel milder aus als jenes der Vorinstanz. Das Strafgericht hatte den Mann 2021 wegen vorsätzlicher Tötung durch Unterlassen zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Das Gericht schob diese Strafe aus, da es den Angeklagten gestützt auf ein psychiatrisches Gutachten in ein Massnahmenzentrum für junge Erwachsene einwies.
«Der Fall bewegt sich genau auf der Grenze zwischen Vorsatz und Fahrlässigkeit», sagte die Gerichtspräsidentin am Mittwoch über den tödlichen Vorfall, der sich in Riehen im Jahr 2019 ereignet hatte.










