Im Juli 2016 ist eine deutsche Familie mit zwei Mädchen bei einem Unfall vor dem Gotthard im Kanton Tessin ums Leben gekommen. Nun schloss die Tessiner Staatsanwaltschaft die Untersuchung ab.
Rettungskräfte im Einsatz bei dem schweren Verkehrsunfall bei Quinto, wenige Kilometer vor dem Gotthardsuedportal auf der Autobahn A2.
Rettungskräfte im Einsatz bei dem schweren Verkehrsunfall bei Quinto, wenige Kilometer vor dem Gotthardsuedportal auf der Autobahn A2. - Keystone

Rund anderthalb Jahre nach dem Unfalltod einer vierköpfigen Familie aus Deutschland bei Quinto hat die Tessiner Staatsanwaltschaft die Untersuchung beendet. Dem Unfallverursacher wird mehrfache fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Der 51-jährige LKW-Fahrer müsse sich ausserdem wegen eines schweren Verstosses gegen die Strassenverkehrsordnung verantworten, teilte die Tessiner Staatsanwaltschaft am Montag mit. Der italienisch-rumänische Doppelbürger sei selbst durch den Unfall schwer verletzt worden.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Untersuchung nach dem Unfall mit vier Todesopfern im Kanton Tessin gilt als beendet.
  • Dem 51-jährige LKW-Fahrer wird unter anderem mehrfache fahrlässige Tötung vorgeworfen.
  • Der schwere Unfall kostete einer vierköpfigen Familie aus Deutschland das Leben.

Von Lastwagen zerdrückt

Beim Unfall Ende Juli 2016 kam eine deutsche Familie mit zwei Mädchen im Alter von acht und zwölf Jahren vor dem Gotthardportal im Tessin ums Leben. Ihr Auto wurde zwischen zwei Lastwagen regelrecht zerdrückt.

Die Familie stand mit ihrem Wagen am Ende eines Staus auf der Autobahn A2 bei Quinto TI in Fahrtrichtung Norden, als der Lenker mit seinem Lastwagen auf das Auto auffuhr und es in einen weiteren Lastwagen vorne in der Schlange schob.

Die Bergung gestaltete sich damals äusserst schwierig: Die beiden Laster hatten Wasser und Granit geladen und mussten erst entladen werden, bevor sie von einander weggezogen werden konnten.

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