Die Tessiner Regierung zeigt sich besorgt über die Auswirkungen auf die Wirtschaft durch die drohenden Quarantänen wegen der Omikron-Variante.
Tessin
Die Tessiner Staatsräte Christian Vitta, Norman Gobbi und Raffaele De Rosa (von links). - sda - KEYSTONE/TI-PRESS/Samuel Golay

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Tessiner Staatsrat ist besorgt um die ansteigenden Ansteckungen der Omikron-Variante.
  • Zu viele Menschen in der Quarantäne schaden nicht zuletzt der Wirtschaft.
  • Die Regierung appelliert, sich an die persönlichen Schutzmassnahmen zu halten.

Der Staatsrat hält die Situation für entsprechend besorgniserregend, wie er in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung schreibt. Wenn viele Menschen in Quarantäne müssten, werde dies das normale Funktionieren im Wirtschafts- und Dienstleistungsbereich beeinträchtigen.

Die Ausbreitung der Omikron-Variante im Tessin habe in den letzten Tagen zu einem starken und plötzlichen Anstieg geführt.

Angst vor Infektionsansturm bei Neujahrsfeierlichkeiten

Die Verschlechterung der epidemiologischen Situation habe sich indes noch nicht wesentlich auf die Zahl der neuen Spitaleinweisungen ausgewirkt. Die Situation in den Spitälern sei vorerst stabil, für eine Bilanz sei es aber noch zu früh. Die Entwicklung bleibe ungewiss und müsse in den kommenden Tagen beobachtet werden, hiess es in der Mitteilung weiter.

Um die Zahl der Infektionen bei Silvesterveranstaltungen zu begrenzen, arbeitet der Kanton daran, die Zahl der Tests zu erhöhen. Für symptomatische Personen wurde das Angebot an Kontrollstellen verstärkt und erweitert. In Faido und Mendrisio sind zusätzliche Zentren eröffnet und die Öffnungszeiten verlängert worden.

Im Hinblick auf die Neujahrsfeierlichkeiten wies der Tessiner Staatsrat erneut darauf hin: Persönliche Schutzmassnahmen unbedingt einhalten und sich bei den geringsten Krankheitsanzeichen testen lassen. Die Kantonsregierung hat auch die Gemeinden angeschrieben, die Bevölkerung ihrerseits auf die Einhaltung der Schutzmassnahmen aufmerksam zu machen.

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