Tessiner Gläubige flehen Gott um Regen an

    Bettina Zanni
    Bettina Zanni

    Mendrisio,

    Die Schweiz ächzt unter der Trockenheit. Gläubige in Mendrisio TI haben deshalb eine Regen-Prozession durchgeführt.

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    Dier Regen-Prozession fand im Morgengrauen statt. - RSI

    Das Wichtigste in Kürze

    • In den meisten Regionen der Schweiz hat es in den letzten Wochen kaum geregnet.
    • Niederschlag ist weiterhin nicht in Sicht.
    • Die Trockenheit ruft im Tessin Gläubige auf den Plan.

    Die Schweiz ist so durstig wie noch nie: Die Wiesen sind braun, Flüsse und Bäche ausgetrocknet. In den letzten Wochen haben sich in den meisten Regionen grosse 30-Tage-Niederschlagsdefizite aufgebaut.

    Am extremsten ist das Defizit laut dem Bund im Jura sowie dem westlichen und östlichen Mittelland. Dort ist 60 bis 80 Prozent weniger Regen als normal gefallen. Besserung ist zurzeit nicht in Sicht. So weit die Prognosen reichen, dominiert abgesehen von Gewittern die Sonne mit Temperaturen oft über 30 Grad.

    Die Sehnsucht nach dem erlösenden Regen steigt – und ruft Gläubige auf den Plan.

    «Schicke den segenreichen Regen»

    Am Mittwoch führten Gläubige von Mendrisio TI im Morgengrauen eine Regen-Prozession durch, wie RSI berichtet.

    Die Aktion entstand insbesondere auf Wunsch von Bauern, Hirten und Älplern. Dies sagte Regionalvikar Don Gian Pietro Ministrini dem «Corriere del Ticino».

    Sehnst du dich nach Regen?

    Die Gruppe pilgerte zur Wallfahrtskirche des Heiligen Kruzifixes in Castel San Pietro. «Schicke den segensreichen Regen, unterstütze die Arbeit auf den Feldern», flehte Don Simone Bernasconi Gott an. Der Priester ist Rektor der Wallfahrtskirche Santa Maria dei Miracoli in Morbio.

    Die Aktion geht auf eine hundertalte Tradition in Zeiten starker Trockenheit zurück.

    Regen und Schnee

    Nach der Regen-Prozession versammelten sich die Gläubigen in der Kirche zur Messe zu Ehren der «Madonna della Neve». Am fünften August feiert die katholische Kirche «Unsere Liebe Frau vom Schnee».

    Das Fest geht auf das «Schneewunder» auf dem Esquilin-Hügel in Rom am Morgen des fünften Augusts im Jahr 358 zurück. Maria versprach demnach einem Paar mit unerfülltem Kinderwunsch einen Sohn.

    Dazu müssten sie jedoch dort eine Kirche bauen, wo am Folgetag Schnee liege. Tatsächlich war der Hügel am Morgen danach mitten im Sommer schneebedeckt.

    Wie lange es dauert, bis das Flehen um Regen erhört wird, steht allerdings noch in den Sternen.

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    Kommentare

    User #3650 (nicht angemeldet)

    Kehrt um, ihr römisch Glaubenden, Maria wird euch sonst verklagen am grossen Weissen Thron.

    User #3264 (nicht angemeldet)

    Der Allmächtige isr eben kein Freund der Schweiz. Die Sünden zu gross. Er widmet sich anderen Aufgaben. Waldbrände löschen, Kinder retten in Ceuta usf.

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