Venezuela-Beben: So wurden die Schweizer Suchhunde ausgebildet

Nach den starken Erdbeben in Venezuela laufen die Bergungsarbeiten auf Hochtouren. Aus verschiedenen Ländern sind Rettungsteams auf dem Weg.

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In Venezuela werden nach dem Doppel-Beben weiterhin Tausende Menschen unter den Trümmern vermutet. - keystone

In der Nacht auf Donnerstag erschütterten zwei heftige Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 Venezuela. In dem Land sind grosse Teile der Infrastruktur veraltet, viele Menschen leben am Existenzminimum.

Durch die Erdbeben und die zahlreichen Nachbeben sind unzählige Gebäude eingestürzt. Mindestens 920 Personen sind gestorben, viele werden noch vermisst. Experten rechnen mit Tausenden oder gar Zehntausenden Todesopfern.

Die Regierung hat den Notstand ausgerufen, die Rettungskräfte arbeiten mit mangelhafter Ausrüstung auf Hochtouren. Die Schweiz hat 80 Spezialkräfte mit acht Suchhunden und 18 Tonnen Rettungsmaterial nach Venezuela geschickt.

Totenzahl steigt auf mehr als 1400

Die Zahl der Toten nach der Erdbebenkatastrophe in Venezuela ist auf 1430 gestiegen. Mehr als 3200 Menschen seien verletzt worden, teilte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mit.

Rettungshoffnung schwindet nach Einsturz in Caracas

Der Einsatz internationaler Rettungsteams nach den Erdbeben in Venezuela hat die Suche nach Überlebenden beschleunigt, für Angehörige von Vermissten aber zum Teil auch traurige Gewissheit gebracht. Nach Erkundungsarbeiten schlossen etwa mexikanische Rettungskräfte in einem eingestürzten Gebäude im Stadtbezirk Chacao der Hauptstadt Caracas die Möglichkeit aus, dort noch lebende Menschen zu finden.

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Die Chance, in Venezuela noch Überlebende zu finden, schwindet. - keystone

«Sie halten es aufgrund des Gewichts der Konstruktion für sehr unwahrscheinlich, dass sich dort noch Überlebende befinden», sagte der Bürgermeister von Chacao, Gustavo Duque, in einem Video vor dem Wohngebäude Petunia. Das dort eingesetzte Rettungsteam habe nach einer ersten Inspektion festgestellt, dass die Betonplatten vollständig zusammengedrückt seien.

THW-Team in Caracas eingetroffen - Helfer für Venezuela

Nach dem tödlichen Erdbeben in Venezuela ist ein 48-köpfiges Team des Technischen Hilfswerks (THW) in der Nacht zu Samstag am Flughafen Caracas eingetroffen. Die Einsatzkräfte der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) beginnen nun die Lageerkundung gemeinsam mit internationalen Partnern, berichtete THW-Präsidentin Sabine Lackner. So schnell wie möglich solle die Suche nach Vermissten beginnen.

Venezuela: Retter nähern sich singend den Verschütteten

Nach dem schweren Doppelbeben in Venezuela werden im Internet freiwillige Helfer gefeiert, die ihren Rettungseinsatz auf der Suche nach Verschütteten mit Gesang begleiten. Auf einem von «El País México» geteilten Video sind die Helfer zu sehen und zu hören, wie sie laut und enthusiastisch gemeinsam singen: «Beruhig dich, mein Verletzter, wir sind fast da.»

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In Venezuela suchen Helfende noch immer nach Verschütteten. - keystone

Dabei greifen sie in einer leichten Abwandlung auf ein populäres venezolanisches Weihnachtslied zurück, «El burrito sabanero». Es handelt von einem Hirten, der sich mit seinem kleinen Esel auf den Weg zum Jesuskind macht. Der Gesang soll dem Medium zufolge Verschüttete auf die nahenden Helfer aufmerksam machen und Trost spenden.

Venezuela militarisiert Katastrophenregion nach Beben

Angesichts der schweren Schäden im Bundesstaat La Guaira durch das Doppel-Erdbeben in Venezuela hat die Regierung die Region im Norden des Landes militarisiert.

Die Streitkräfte hätten die Kontrolle übernommen, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und die Arbeit der Rettungskräfte zu erleichtern, sagte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez.

«Kritische Stunden» für Suchteams nach Beben in Venezuela

Venezuela steht nach den verheerenden Erdbeben vor entscheidenden Stunden bei der Rettung von Überlebenden. Das sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez mit Blick auf den dritten Tag der Suche nach unter Trümmern verschütteten Menschen. «Es sind kritische Stunden für die Rettung von Leben», sagte Rodríguez. Mindestens 920 Menschen sind laut Behörden bislang ums Leben gekommen, mehr als 3000 wurden verletzt.

So werden die Suchhunde trainiert

80 Einsatzkräfte und acht Suchhunde hat die Schweiz ins Erdbebengebiet von Venezuela geschickt. Die Tiere helfen den Menschen, verschüttete Personen unter den Trümmern der eingestürzten Häuser zu lokalisieren.

Linda Hornisberger, Zentralpräsidentin des Schweizerischen Vereins für Such- und Rettungshunde Redog, erklärt das Training der Hunde.

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Suchhunde helfen bei der Suche nach Verschütteten. - keystone

Das Tier müsse ein angeborenes Talent haben und ein intensives Training durchlaufen, sagt sie gegenüber «SRF». Bereits als Welpen würden sie sozialisiert werden. Und jedes Jahr leisteten die Mensch-Hund-Teams hundert Stunden Freiwilligenarbeit.

Ganz wichtig seien die Nase und die Konzentrationsfähigkeit. Bei einer Übung führe man die Hunde an einem gefüllten und geöffneten Kühlschrank vorbei, die gesuchte Person liege dahinter. Die Hunde aber liessen sich nicht ablenken und fanden die Person. «Sie waren völlig auf ihren Job fokussiert.

Trump telefoniert mit Venezuelas Präsidentin

Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez hat zwei Tage nach dem schweren Doppel-Erdbeben in dem südamerikanischen Land mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Trump und US-Aussenminister Marco Rubio hätten angerufen und ihr die Unterstützung der USA für Venezuela angesichts der Katastrophe zugesichert, schrieb Rodriguez auf der Plattform X.

«Sie bekräftigten ihre Bereitschaft, die Hilfsmassnahmen durch die Entsendung von Rettungskräften, Spezialausrüstung, Unterstützung für Notunterkünfte und humanitäre Hilfe für die betroffenen Familien zu begleiten. Wir sind zutiefst dankbar für diese Geste der Freundschaft und Zusammenarbeit», schrieb die Staatschefin.

Venezuela militarisiert Katastrophenregion

Angesichts der schweren Schäden im Bundesstaat La Guaira hat die Regierung die Region im Norden des Landes militarisiert. Die Streitkräfte hätten die Kontrolle übernommen, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und die Arbeit der Rettungskräfte zu erleichtern, sagte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez.

Innenminister Diosdado Cabello kündigte die Schliessung der Zufahrtsstrassen nach La Guaira aus humanitären und gesundheitlichen Gründen an. «Es ist notwendig, dass alles geordnet und entsprechend der aktuellen Lage abgewickelt wird», sagte Cabello im Fernsehsender VTV. Damit wolle man verhindern, dass Menschen dorthin reisten, die dort nichts zu tun hätten

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Kommentare

User #3649 (nicht angemeldet)

Schrecklich, für diese armen Menschen!

User #4103 (nicht angemeldet)

Totenzahl ....was für ein Deutsch.....

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