Venezuela-Beben: So wurden die Suchhunde ausgebildet

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Venezuela,

Nach den starken Erdbeben in Venezuela laufen die Bergungsarbeiten auf Hochtouren. Aus verschiedenen Ländern sind Rettungsteams auf dem Weg.

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In Venezuela werden nach dem Doppel-Beben weiterhin Tausende Menschen unter den Trümmern vermutet. - keystone

In der Nacht auf Donnerstag erschütterten zwei heftige Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 Venezuela. In dem Land sind grosse Teile der Infrastruktur veraltet, viele Menschen leben am Existenzminimum.

Durch die Erdbeben und die zahlreichen Nachbeben sind unzählige Gebäude eingestürzt. Mindestens 920 Personen sind gestorben, viele werden noch vermisst. Experten rechnen mit Tausenden oder gar Zehntausenden Todesopfern.

Die Regierung hat den Notstand ausgerufen, die Rettungskräfte arbeiten mit mangelhafter Ausrüstung auf Hochtouren. Die Schweiz hat 80 Spezialkräfte mit acht Suchhunden und 18 Tonnen Rettungsmaterial nach Venezuela geschickt.

So werden die Suchhunde trainiert

80 Einsatzkräfte und acht Suchhunde hat die Schweiz ins Erdbebengebiet von Venezuela geschickt. Die Tiere helfen den Menschen, verschüttete Personen unter den Trümmern der eingestürzten Häuser zu lokalisieren.

Linda Hornisberger, Zentralpräsidentin des Schweizerischen Vereins für Such- und Rettungshunde Redog, erklärt das Training der Hunde.

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Suchhunde helfen bei der Suche nach Verschütteten. - keystone

Das Tier müsse ein angeborenes Talent haben und ein intensives Training durchlaufen, sagt sie gegenüber «SRF». Bereits als Welpen würden sie sozialisiert werden. Und jedes Jahr leisteten die Mensch-Hund-Teams hundert Stunden Freiwilligenarbeit.

Ganz wichtig seien die Nase und die Konzentrationsfähigkeit. Bei einer Übung führe man die Hunde an einem gefüllten und geöffneten Kühlschrank vorbei, die gesuchte Person liege dahinter. Die Hunde aber liessen sich nicht ablenken und fanden die Person. «Sie waren völlig auf ihren Job fokussiert.

Trump telefoniert mit Venezuelas Präsidentin

Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez hat zwei Tage nach dem schweren Doppel-Erdbeben in dem südamerikanischen Land mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Trump und US-Aussenminister Marco Rubio hätten angerufen und ihr die Unterstützung der USA für Venezuela angesichts der Katastrophe zugesichert, schrieb Rodriguez auf der Plattform X.

«Sie bekräftigten ihre Bereitschaft, die Hilfsmassnahmen durch die Entsendung von Rettungskräften, Spezialausrüstung, Unterstützung für Notunterkünfte und humanitäre Hilfe für die betroffenen Familien zu begleiten. Wir sind zutiefst dankbar für diese Geste der Freundschaft und Zusammenarbeit», schrieb die Staatschefin.

Venezuela militarisiert Katastrophenregion

Angesichts der schweren Schäden im Bundesstaat La Guaira hat die Regierung die Region im Norden des Landes militarisiert. Die Streitkräfte hätten die Kontrolle übernommen, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und die Arbeit der Rettungskräfte zu erleichtern, sagte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez.

Innenminister Diosdado Cabello kündigte die Schliessung der Zufahrtsstrassen nach La Guaira aus humanitären und gesundheitlichen Gründen an. «Es ist notwendig, dass alles geordnet und entsprechend der aktuellen Lage abgewickelt wird», sagte Cabello im Fernsehsender VTV. Damit wolle man verhindern, dass Menschen dorthin reisten, die dort nichts zu tun hätten

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