Am 24. November findet in Basel eine Pnos-Kundgebung statt. Auf einem Plakat wird ein Streitgespräch mit Tamara Funiciello von den Juso angekündet.
Weltfrauentag Tamara Funiciello
Juso-Präsidentin Tamara Funiciello spricht am Weltfrauentag. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Am 24. November 2018 findet in Basel eine Pnos-Demo statt.
  • Die Pnos verbreitet ein Plakat für ein Streitgespräch mit Tamara Funiciello.
  • Nur von der Einladung hat die Juso-Präsidentin nichts mitbekommen.

In Basel findet am 24. November eine Kundgebung der rechtsextremen Partei National Ortientierter Schweizer (Pnos) unter dem Motto «Stoppt den Un-Migrationspakt» statt. Alle Basler Parteien mit Ausnahme der SVP Basel-Stadt beteiligen sich an einer Gegenkundgebung.

Nun schreibt die Pnos auf Facebook, dass sie die Juso-Präsidentin Tamara Funiciello zu einem Streitgespräch an der Kundgebung in Basel einladen möchte. Begleitet wird der Post von einem Plakat, dass ein Stattfinden des Gesprächs suggeriert.

Das Plakat für das vermeintliche Streitgespräch.
Das Plakat für das vermeintliche Streitgespräch. - Screenshot

Funiciello ist empört

«Ich bin hässig», sagt Funiciello. Sie sei nur durch Zufall darauf aufmerksam geworden, so die Bernerin. Für sie ist klar: Es ist eine «Pseudoeinladung». Funiciello habe keine persönliche Einladung erhalten, man habe sie auch nicht wegen des Verwendens ihres Bildes angefragt.

Per Mail hat sie die Pnos zwei Mal dazu aufgefordert, das Bild zu entfernen. Sie habe jedoch keine Antwort erhalten. Der Post ist mehr als 24 Stunden online. An dem Gespräch hat Funiciello kein Interesse: «Ich möchte menschenfeindlichen Positionen keine Plattform bieten.» Es vergifte die Gesellschaft. 

Dominic Lüthard, Parteipräsident der Pnos, sagt hingegen, man habe eine persönliche Einladung an ihren Facebook-Account gesendet. Funiciello bestätigt auf Nachfrage, dass sie nichts erhalten habe, und verweist  darauf, dass man Einladungen per Mail senden sollte. Von einem Absagemail wisse die Pnos hingegen nichts. Ausserdem: «Ich finde es weit hergeholt, dass das Plakat das Stattfinden des Gespräches suggeriert», so Lüthard.

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