Street Parade

    Street Parade lockt hunderttausende Technofans nach Zürich

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Zürich hat sich für die 33. Ausgabe der Street Parade parat gemacht. Am Samstag strömen wieder Hunderttausende Raverinnen und Raver an das Seebecken.

    Street Parade
    Zehntausende Elektrofans werden an der Street Parade erwartet. - Street Parade

    Die Zürcher Innenstadt verwandelt sich am Wochenende in die weltweit grösste Tanzfläche für elektronische Musik. Die Organisatoren gehen für die diesjährige Ausgabe unter dem Motto «Together we move» von den üblichen gigantischen Dimensionen aus. Im vergangenen Sommer tanzten bei strahlendem Sonnenschein rund 800'000 Personen um das Seebecken. Hier die wichtigsten Punkte zum Grossanlass:

    Der Startschuss

    Das musikalische Treiben rund um den See beginnt am Samstag um 13 Uhr. Dann heisst es auf den neun fest installierten Bühnen entlang der Route zum ersten Mal «Sound on». Eine Stunde später, um 14 Uhr, setzt sich der eigentliche Umzug in Bewegung, wenn das erste der insgesamt 30 Love Mobiles auf die gut zwei Kilometer lange Strecke rollt.

    Die Route

    Die Route führt wie in den vergangenen Jahren vom Utoquai im Zürcher Seefeld über das Bellevue und die Quaibrücke. Via Bürkliplatz ziehen die bunt dekorierten Trucks im Schritttempo bis zum Hafendamm Enge. Gegen 22 Uhr ist der Umzug der rollenden Bühnen beendet, um Mitternacht verstummt die Musik schliesslich auch auf den festen Plätzen. Musikalisch wird auf den grossen Anlagen ein breites Spektrum der elektronischen Musik abgedeckt. Über 200 Künstlerinnen und Künstler treten auf.

    Hohe Sicherheitsvorkehrungen

    Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin sind die Sicherheitskräfte in Zürich am Samstag besonders wachsam. Die genauen Dispositive hält die Polizei im Vorfeld der Grossveranstaltung wie üblich unter Verschluss, um möglichen Tätern keine Anhaltspunkte zu liefern.

    Klar ist, dass sich etliche Elemente der Sicherheitskonzepte der vergangenen Jahre bewährt haben. Dazu gehörten unter anderem schwere Zufahrtssperren an neuralgischen Punkten in der Innenstadt. Diese physischen Barrieren sollen verhindern, dass Fahrzeuge ungehindert auf die dicht gedrängte Umzugsroute gelangen können. Diese sichtbaren Schutzmassnahmen dürften auch in diesem Jahr das Strassenbild an den Zugängen prägen.

    Hunderte zusätzliche Sanitätskräfte

    Damit die Feiernden im Ernstfall schnell medizinische Hilfe erhalten, hat Schutz und Rettung Zürich 400 zusätzliche Mitarbeitende aufgeboten. Um die regulären Notfallstationen der umliegenden Spitäler zu entlasten, wird zudem eine eigene Notunterkunft betrieben, in der sich übermütige Personen ausnüchtern können.

    Für den Einsatz auf dem Wasser und auf der Strasse sind drei Boote sowie 13 zusätzliche Rettungswagen im Einsatz. Im Vorjahr mussten die Sanitäter am Rande der Parade insgesamt 757 Personen behandeln. Am häufigsten verarzteten sie dabei Schnittverletzungen, Schürfungen, hitzebedingte Kreislaufprobleme oder alkoholbedingte Vergiftungen.

    Zusatzzüge und Abfallberge

    Angesichts der zu erwartenden Massen wird dringend von einer Anreise mit dem Auto abgeraten. Die SBB haben sich entsprechend gerüstet und stellen 20 Extrazüge sowie zusätzliche Wagen zur Verfügung, um die Menschen in die Stadt und wieder nach Hause zu bringen.

    Die Kehrseite der Party sind jeweils riesige Abfallberge. Rund 56 Tonnen Müll kamen bei der letzten Durchführung zusammen. Ein besonderes Problem stellen mitgebrachte Glasflaschen dar, da zerbrochenes Glas schnell zu gefährlichen Verletzungen führt. Etwa zwei Tonnen Glas müssen jeweils von speziellen Reinigungsteams aufgelesen werden.

    Um dem entgegenzuwirken, ziehen dieses Jahr auch die grossen Detailhändler mit. Die Filialen von Coop, Migros und Lidl in unmittelbarer Nähe zur Route verzichten am Samstag darauf, gekühlte Getränke in Glasflaschen zu verkaufen. Das Angebot an den offiziellen Ständen besteht ohnehin ausschliesslich aus PET- und Aluminiumgebinden.

    Kommentare

    User #4570 (nicht angemeldet)

    Warum Technofans und nicht Böggen?

    User #3860 (nicht angemeldet)

    Das ist schon sehr lange her als es Raver waren die hingingen. Heute sind es einfach Besucher die wegen ihrem Instaprofil für ihre Selfies hingehen.

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