Strafverfahren nach tödlichem Seilbahnunfall in Laax GR eingestellt
Die Bündner Staatsanwaltschaft hat nach einem tödlichen Unfall eines Lernenden beim Seilbahnunterhalt in Laax GR ein Strafverfahren eingestellt. Sie bestätigte auf Anfrage von Keystone-SDA, dass zwei beschuldigte Techniker ihre Sorgfaltspflichten nicht verletzt hätten.

Zunächst hatte das italienischsprachige Radio und Fernsehen RSI darüber berichtet. Der Entscheid der Staatsanwaltschaft ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Die Angehörigen des verstorbenen Jugendlichen hätten aber bereits erklärt, dass kein Interesse an einer weiteren strafrechtlichen Verfolgung bestehe, schrieb die Behörde am Montagabend auf Anfrage.
Der Arbeitsunfall geht auf den 19. Dezember 2022 zurück. Der Mechatronik-Lernende war damals auf einer Stütze der Luftseilbahn Laax Crap Sogn Gion vom Laufwerk einer Kabine erfasst worden. Er prallte zuerst auf die Kabine und stürzte anschliessend rund 40 Meter in die Tiefe und starb.
Die Schweizerische Untersuchungsstelle (Sust) stellte daraufhin Sicherheitsrisiken fest: Der 17-Jährige sei zum Zeitpunkt des Unfalles nicht gegen das Abstürzen gesichert gewesen. Eine Fachkraft hätte den Arbeitsprozess begleiten sollen, nicht lediglich ein weiterer Lehrling.
Die Bündner Staatsanwaltschaft eröffnete daraufhin ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung. «Aufgrund der Untersuchung konnte jedoch nicht festgestellt werden, ob seitens der beiden beschuldigten Personen – zwei Techniker, die unter anderem für die Lernenden sowie die Wartung der Anlagen verantwortlich waren – eine kausale Verletzung ihrer Sorgfaltspflichten vorlag», schrieb die Staatsanwaltschaft nun. Das Verfahren wurde deshalb per Ende März eingestellt.






