Stille statt Jubel an Zürcher Langstrasse nach geplatzten WM-Traum
Zahlreiche Eishockey-Fans haben am Sonntagabend in den Bars an der Zürcher Langstrasse mit der Schweizer Nati mitgefiebert. Aus Jubel wurde Stille, als der Traum von Gold jäh platzte, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA beobachtete.

Und plötzlich war es mucksmäuschenstill an der Langstrasse. Dort, wo zuvor aus zahlreichen Bars noch Gejohle und «Hopp Schwiiz»-Rufe ertönt waren.
Eine Frau, die vor der Bar Peeeng sass und kurz nicht auf den grossen Fernseher mit der Live-Übertragung blickte, fragte in die Runde: «Was ist passiert?» Eine Antwort gab es nicht. Und da wurde wohl auch ihr klar: Der Traum war geplatzt. Denn Finnland hatte kurz nach 23 Uhr den matchentscheidenden Treffer erzielt.
Rasch strömten die Schweizer Fans aus den Bars an der Langstrasse. Die angekündigte Freinacht war plötzlich vergessen, sie machten sich auf den Heimweg. Einige enttäuscht, andere verärgert.
Dabei verfolgten sie das Finalspiel mit so viel Spannung. Und so viel Zuversicht – gleich wie all jene, die an diesem Abend in die offiziellen Fanzone in Altstetten pilgerten. Diese musste am Nachmittag wegen eines heftigen Gewitters aus Sicherheitsgründen kurzfristig geschlossen werden. Danach füllte sie sich aber innert Kürze, die Stadtpolizei verkündete auf der Plattform X, dass keine weiteren Personen mehr zugelassen seien.
Trotz der Finalniederlage wird die Schweizer Eishockey-Nati am Montagabend gefeiert: Ab 17 Uhr empfängt Zürich das Team im Volkshaus. Ein kleiner Trost für all die enttäuschten Fans. Und die WM-Silber-Gewinner.






