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    Ständerat will sicherere Säuglingsnahrung

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Nach dem Anfang Jahr aufdeckten Babynahrungsskandal handelt der Ständerat: Er fordert, dass kontaminierte Produkte so schnell wie möglich zurückgerufen werden und zurückgerufene Produkte tatsächlich aus dem Markt entfernt werden.

    Michpulver
    Milchpulver für Babys. - keystone

    Die kleine Kammer hat am Donnerstag eine entsprechende Motion von Mathilde Crevoisier Crelier (SP/JU) angenommen. Als Nächstes ist der Nationalrat am Zug.

    «Seit Anfang 2026 weiss die Schweiz, dass sie nicht immun gegen Skandale im Bereich der Lebensmittelsicherheit ist», schrieb die Motionärin in der Begründung ihres Vorstosses. Aufgrund einer Kontamination mit dem Giftstoff Cereulid wurden damals tausende Säuglingsnahrungsprodukte in der Schweiz zurückgerufen. Cereulid ist ein bakterielles Toxin, das Durchfall und Erbrechen verursacht und für Säuglinge lebensbedrohlich sein kann.

    Der Skandal kam Ende November 2025 ans Licht und sorgte rasch für weltweites Aufsehen: Es gab 800 nachgewiesene Produktrückrufe in über sechzig Ländern und zahlreiche Verdachtsfälle von Erkrankungen, bei denen in einigen Fällen ein Krankenhausaufenthalt notwendig war. Im Mittelpunkt stand ein chinesisches Unternehmen.

    Die Schweiz habe mehrere Wochen warten müssen, bis die Hersteller mit dem Rückruf der Produkte begannen, kritisierte Crevoisier Crelier. Mitte Februar habe die Westschweizer Sendung «Mise au Point» aufgedeckt, dass kontaminierte Chargen weiterhin im Handel erhältlich waren, obwohl die Situation angeblich unter Kontrolle war.

    Der Bundesrat soll gemäss Motionstext prüfen, ob die Bestimmungen im Lebensmittelgesetz eingehalten wurden, welche die Selbstkontrolle, die Sicherstellung des Gesundheitsschutzes, die Rückverfolgbarkeit sowie die Unterstützungs- und Auskunftspflicht von Unternehmen regeln.

    Zudem soll er die erforderlichen Massnahmen ergreifen, um die Lebensmittelsicherheit und den Gesundheitsschutz zu gewährleisten sowie sicherzustellen, dass einerseits die zuständigen Behörden und andererseits die Öffentlichkeit vollständig und unverzüglich informiert werden.

    Die Landesregierung ist mit dem Vorstoss einverstanden. Er ermögliche eine gezielte Neubewertung und gegebenenfalls Verstärkung der bestehenden Vollzugsinstrumente im Bereich der Lebensmittelsicherheit, hielt sie in ihrer Stellungnahme fest.

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    Kommentare

    User #5533 (nicht angemeldet)

    Nestlé stellt jetzt auch Katzennahrung her, dann wird es mit der Babynahrung bestimmt auch so gut. 😅

    User #2954 (nicht angemeldet)

    Die schweiz hat mehrere wochen gewartet und schuld ist nicht das BAG, sondern die hersteller?

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