In der Berner Altstadt sollen neue Veloanbindepfosten angebracht werden – und das Unesco-konform.
Altstadt
«Integriert sich dank seiner schlichten Form gut ins geschützte Stadtbild», sagt die Berner Stadtregierung zum Unesco-konformen Veloanbindepfosten. - sda - STADT BERN/ZVG

Das Wichtigste in Kürze

  • Stadt Bern installiert Unesco-konforme Veloanbindepfosten.
  • Bei den bisherigen Pfosten konnten die Velos nicht fixiert werden.
  • Ab Herbst kommen nun neue Modelle.

Die Stadt Bern installiert ab Herbst in der unteren Altstadt 170 bis 190 Unesco-konforme Veloanbindepfosten. Dort konnte man bisher das Rad nicht an einem Stück Metall fixieren, weil der Standard-Pfosten im Gebiet des Unesco-Welterbes nicht eingesetzt werden durfte.

Wie die Berner Stadtregierung am Dienstag mitteilte, ist nun ein Pfosten entwickelt worden, der sich durch seine schlichte Form gut ins geschützte Stadtbild integriert.

Sie sei überzeugt, dass der in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege entwickelte Pfosten den hohen Ansprüchen ans Stadtbild gerecht werde, schreibt die Stadtregierung.

Bern definiert sich als Velohauptstadt

Aus denkmalpflegerischen Gründen verzichtet die Stadt Bern allerdings darauf, die neuen Pfosten in zwei zentralen Altstadtgassen und auf zwei wichtigen Plätzen aufzustellen.

Bern definiert sich als Velohauptstadt der Schweiz. In der Regel sind in Bern öffentliche Veloparkplätze mit Anbindepfosten oder Anlehnbügeln ausgerüstet. Sie sollen gegen Diebstahl schützen und für Ordnung sorgen.

Die untere Altstadt von Bern befindet sich seit dem Jahr 1983 auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes. Erst vor Kurzem entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass in diesem Gebiet keine dynamischen Abfahrtsanzeigen von Berns städtischen Verkehrsbetrieben Bernmobil stehen dürfen. Dies nach Opposition des Heimatschutzes.

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