St. Galler Bischof wird 75 und bietet Papst seinen Rücktritt an

    Zum Anlass seines 75. Geburtstags am Freitag hat der St. Galler Bischof Markus Büchel Papst Franziskus seinen Rücktritt angeboten.

    bistum st.gallen
    St. Galler Bischof Markus Büchel hat dem Papst seinen Rücktritt angeboten. - keystone

    Der St. Galler Bischof Markus Büchel hat zu seinem 75. Geburtstag am Freitag Papst Franziskus seinen Rücktritt angeboten. Büchel bleibt aber gemäss einer Mitteilung weiterhin im Amt. Bis der Heilige Stuhl den Rücktritt annimmt und in St. Gallen ein neuer Bischof geweiht wird, dürften Monate verstreichen.

    Das Rücktrittsangebot ist keine Überraschung. Das Kirchenrecht sieht diesen gemäss einer Mitteilung des St. Galler Bistums vom Donnerstag vor, sobald der Bischof 75 Jahre alt wird. Die Annahme der Demission durch den Papst kann jedoch mehrere Monate dauern.

    Nach der Antwort durch den Papst gebe es im Normalfall zwei Möglichkeiten: Entweder leite Markus Büchel die Diözese interimistisch weiter, bis ein Nachfolger geweiht ist – dafür sei Büchel bereit, schrieb das Bistum – oder «der Papst erteilt dem Domkapitel den Auftrag, einen Diözesanadministrator zu wählen, der bis zur Weihe eines neuen Bischofs die Verwaltung der Diözese wahrnimmt».

    Markus Büchel wurde 2006 zum Bischof geweiht und gilt allgemein als volksnaher und allen Menschen zugewandter Mann.

    Fehler bei Missbrauchsaufarbeitung eingestanden

    Fehler bei der Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs gestand er 2023 nach der Veröffentlichung einer schweizweiten Studie der Universität Zürich ein. Einige exemplarische Fälle wurden darin ausführlich dargestellt, zwei davon stammen aus dem Bistum St. Gallen und geschahen jedoch vor Büchels Zeit als Bischof.

    Die Wahl des Bischofs verläuft in St. Gallen einzigartig: Gemäss der Errichtungsbulle des Bistums liegt das Recht für die Bischofswahl beim Domkapitel, einem 13-köpfige Wahlgremium, das allen Gläubigen im Bistum eine Mitsprachemöglichkeit einräumt.

    Das Domkapitel erstellt schliesslich eine Liste mit sechs Kandidaten, die Priester aus der Diözese St. Gallen sein müssen. Nach einer Prüfung durch den Vatikan und einem Abstimmungsverfahren im katholischen Parlament des Bistums wählt das Domkapitel schliesslich den neuen Bischof.

    Kommentare

    User #4206 (nicht angemeldet)

    Francesco wollte und will gar nicht papst sein.deshalb wird er ihn lassen.trotz aller missbrauchsblindheit.der himmel wirds sehen,soviel ist mal sicher...

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