«Spuck rein»: Quittung in Italo-Lokal schockiert Gäste

Bettina Zanni
Bettina Zanni

Italien,

Brasilianische Touristen bestellen in einem bekannten italienischen Restaurant an der Adria Rührei. Auf der Quittung lesen sie unerhörte Worte.

Quittung
Spuck-Anweisung auf der Quittung – das liessen die Gäste nicht auf sich sitzen. - Screenshot / Instagram

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Gast der brasilianischen Familie wünscht das Rührei im Victor Lab gut gebraten.
  • Der Wunsch nervt den Kellner.
  • «Verbrenne die Eier und spuck rein», weist er den Koch laut Kassenzettel an.

Vom Kellner haben die Gäste buchstäblich die Quittung bekommen. «Das ist mir auf den Sack gegangen. Verbrenne die Eier und spuck rein.»

Diese Worte fanden Touristen nach dem Restaurantbesuch auf dem Bestellbon vor, wie die italienische Zeitung «La Voce di Cesenatico» berichtet.

Am Mittwochmorgen frühstückte die brasilianische Familie im Victor Lab, einem der bekanntesten und beliebtesten Lokale von Riccione. Die Familie bestand aus Mutter, Tochter und Tante.

Die Tochter und die Tante bestellten laut «Il resto del Carlino» dasselbe. «Ich habe nur um gut gekochtes Rührei gebeten, weil ich das weiche nicht mag», sagt die Tochter.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Quittung bot der Kellner bereits hier. «Ich bringe es ihnen doch nicht roh», soll er genervt geantwortet haben.

Scherz als Rechtfertigung

Die unerhörte Quittung liessen die Gäste nicht auf sich sitzen. Als sie den Vorgesetzten sprechen wollten, behauptete der Kellner, dass ein solcher zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend sei.

Er selbst sei für die Schicht verantwortlich. Die Diskussion soll sich weiter zugespitzt haben, bis die Gäste eine neue Quittung forderten und die Polizei verständigen wollten.

Findest du die Spuck-Notiz auf der Quittung witzig?

Die Situation beruhigte sich, als ein Kollege intervenierte und ein Verantwortlicher des Lokals die Familie um Entschuldigung bat.

Die Touristen belegten ihre Empörung mit einem Foto der Quittung. Darauf soll sich das Lokal vom Verhalten des Kellners distanziert haben.

Auch soll den Gästen versichert worden sein, dass in der Küche tatsächlich niemand in die Eier gespuckt hat.

Der Schaden war aber angerichtet: Die Gäste bezahlten nur einen Kaffee und einen Saft. Später soll der Direktor des Lokals die gesamte Rechnung annulliert und einige zusätzliche Produkte angeboten haben.

Der Kellner soll die Spuck-Anweisung mit einem Scherz gerechtfertigt haben. «Er sagte, es sei ein Spiel zwischen ihm und dem Koch, das sie oft machten», sagt die Tochter.

Für sie sei so etwas aber kein Spiel. «Der Hinweis auf diesem Zettel bezog sich auf ein Gericht, das wir hätten essen sollen.»

Inhaber witzelt mit Spucke

Die Betreiber nehmen den Vorfall mit Humor. In einem Video auf Social Media spielen sie einen Gast, der sämtliche Gerichte zurückweist, die er bestellt hat.

«Wir haben die besten Gerichte serviert. Was ist das Problem?», fragt Inhaber Luciano Colono. Er sei hierhin gekommen, weil er auf Social Media von gebratenem Rührei erfahren habe, erklärt der Gast.

Prompt sammelt Colono darauf Speichel im Mund und antwortet: «Ah gut, wollen Sie es mit oder ohne Spucke?» – und bricht in Gelächter aus.

Spass beiseite, meint der Gast darauf. Luciano Colono erklärt, dass es sich beim Vorfall um einen 17-jährigen Kellner namens Giovanni gehandelt habe. «Dieser wurde sofort entlassen», sagt er. Dieser habe den Vorfall bedauert und sei untröstlich.

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Kommentare

User #4095 (nicht angemeldet)

Würde nie mehr dieses Lokal betreten.

User #5892 (nicht angemeldet)

Die solidarischen Nebenwirkungen haben ihren Preis. lol hehe 🤣🍷🍷🤖

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