Die Hälfte aller Hospitalisierungstage entfällt auf 11 Prozent der Patienten, die innerhalb zweier Jahren mindestens 21 Tage stationär behandelt wurden.
bett
Das Kantonsspital Glarus soll für die pandemiebedingten Ertragsausfälle entschädigt werden. (Symbolbild). - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Mediankosten für Spitalaufenthalte beträgt 56'000 Franken.
  • Dies geht aus der neusten Spitalstatistik hervor.
  • Am höchsten seien die Mediankosten bei Tumorbehandlungen.

Die Hälfte aller Hospitalisierungstage entfällt laut Spitalstatistik auf 11 Prozent Patientinnen und Patienten, die innerhalb von zwei Jahren mindestens 21 Tage stationär behandelt wurden. Es handelte sich häufig um ältere Personen.

Die Mediankosten der über zwei Jahre hinweg kumulierten Hospitalisierungen von Personen, die mindestens 21 Tage im Spital in der Akutsomatik verbrachten, beliefen sich auf 56'000 Franken, wie die am Montag veröffentlichte Spitalstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) für die Jahre 2017-2019 zeigt.

Höchste Mediankosten bei Tumorerkrankungen

Dieser Betrag sei nahezu siebenmal höher als bei den Personen mit höchstens 20 Hospitalisierungstagen (8200 Franken). Am höchsten waren laut BFS die Mediankosten bei den Personen mit einer Tumorerkrankung, die mindestens 21 Tage hospitalisiert waren. Sie beliefen sich auf nahezu 65'000 Franken.

Personen mit mindestens 46 Hospitalisierungstagen machten drei Prozent aller hospitalisierten Personen aus und waren für ein Viertel aller im Spital verbrachten Tage verantwortlich.

Chemotherapie bei Krebspatienten
Chemotherapie bei Krebspatienten - AFP/Archiv

46 Prozent der Personen mit einer Anzahl Hospitalisierungstage über 21 waren über 75 Jahre alt. Vier von zehn Personen davon litten an einer Tumorerkrankung (16 Prozent), einer Krankheit des Kreislaufsystems (16 Prozent) oder einer Krankheit des Atmungssystems (8 Prozent).

Obwohl höhere Altersklassen stärker vertreten sind, waren auch 2400 Kinder unter einem Jahr innerhalb von zwei Jahren mindestens 21 Tage hospitalisiert. Bei vier Fünfteln von ihnen handelte es sich um Neugeborene.

Spitalkosten machen Viertel der Gesundheitsausgaben aus

Personen, die mindestens 21 Tage im Spital waren, wurden zudem oft mehrfach hospitalisiert. Sie nahmen häufig ambulante Spitalleistungen in Anspruch: Zwischen 2017 und 2019 kam die Hälfte von ihnen auf mehr als 18 ambulante Kontakte im Spital.

2017 waren knapp 963'000 Personen in der Akutsomatik hospitalisiert, wie es hiess. Sie brachten es in den zwei Jahren nach ihrem ersten Spitalaufenthalt total auf fast 9,2 Millionen Hospitalisierungstage.

Kanüle
Ein Patient am Tropf. - Keystone

Die Hälfte dieser Tage ist den 107'000 Patientinnen und Patienten zuzuschreiben, die mindestens 21 Tage im Spital waren. Das sind 11 Prozent aller hospitalisierten Personen, wie das BFS weiter schrieb.

Die Kosten für Spitalaufenthalte machen laut BFS rund einen Viertel der Gesundheitsausgaben in der Schweiz aus.

Mehr zum Thema:

BFS Franken