Simonetta Sommaruga

    Simonetta Sommaruga will Lockerungen mit Schutzkonzept begleiten

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Erst wenn es keine Zunahme der Ansteckungen mehr gibt, will Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga die Corona-Massnahmen lockern.

    simonetta sommaruga
    Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga will ein Schutzkonzept, das die Lockerung der Corona-Massnahmen begleitet. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Schutzkonzept soll die Lockerung der Corona-Massnahmen begleiten.
    • Dieses soll erst in Kraft treten, wenn es keine Zunahme der Ansteckungen mehr gibt.

    Lockerungen bei den Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus müssen nach Ansicht von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga von einem Schutzkonzept begleitet werden. Voraussetzung dafür sei, dass es keine Zunahme bei den Ansteckungen mehr gebe.

    Simonetta Sommaruga will Risikogruppen nicht komplett isolieren

    Beim Schutzkonzept gehe es etwa um Themen wie den Einsatz von Gesichtsmasken, sagte Sommaruga in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». Ferner stelle sich die Frage, wie viel getestet werde. Für sie sei es jedoch unvorstellbar, Risikogruppen vollkommen zu isolieren. Der Vorschlag stammt aus Kreisen der Wirtschaft.

    simonetta sommaruga
    Simonetta Sommaruga möchte eine langsame Lockerung der Corona-Massnahmen. Bis auf Weiteres bleiben wohl die Seeufer abgesperrt. - keystone

    Es gehe hier um sehr viele Menschen. Da seien zunächst jene, die über 65 Jahre alt seien. Hinzu kämen jene, die bereits unter einer Vorerkrankung wie Krebs, Diabetes oder Bluthochdruck litten. All diese von der Aussenwelt abzuschneiden, sei nicht praktikabel.

    Auf die Frage, ob die Schweiz bei den Neuansteckungen das Gröbste hinter sich habe, sagte Simonetta Sommaruga, sie hoffe es. Bei den verordneten Massnahmen sei die Landesregierung weder übervorsichtig noch leichtsinnig gewesen, sondern realistisch.

    Historisch hohe Hilfsbeträge

    Um die Krise zu meistern garantiere der Bundesrat mit historisch hohen Beträgen, dass die Löhne weiterhin bezahlt werden könnten. Aber die Zeiten blieben hart. Wenn im Ausland die Wirtschaft einbreche, schlage das auf die Schweiz zurück.

    Vor diesem Hintergrund habe die Schweiz rasch gehandelt - so rasch wie die Regierung in kaum einem anderen Land. Das gelte auch für die Kantone. Impulse werde es aber brauchen, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Und diese Impulse würden kommen.

    «Wir werden viel Geld in den Unterhalt der Eisenbahn investieren. Da sprechen wir von Milliardenbeträgen. Wir wollen die erneuerbaren Energien und die Gebäudesanierung fördern, was dem Gewerbe Aufträge und Arbeit sichert. Indem wir Projekte vorziehen, können wir sinnvolle Impulse geben», sagte Sommaruga.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Coronavirus Marco Chiesa
    24 Interaktionen
    «Waren vernünftig»
    Alain Berset
    816 Interaktionen
    Für Corona-Lockerung
    915 Interaktionen
    Nach Ostertagen

    MEHR SIMONETTA SOMMARUGA

    Simonetta Sommaruga
    7 Interaktionen
    Frühjahr
    2 Interaktionen
    Gemeinde
    Swisscom Verwaltungsrat
    137 Interaktionen
    Aus Krise

    MEHR AUS STADT BERN

    a
    14 Interaktionen
    Bei 2:0-Sieg
    Dr. Sarah Schläppi
    «Sarah hat Recht»
    Buchautorin, Team-Coach und Leadership-Trainerin Julia Kalenberg.
    Julia Kalenberg
    Melanie Mettler
    Berner Gemeinderätin