Der Jahreswechsel ist eine gute Gelegenheit, um PC, Tablet und Smartphone fit zu machen. Mit dem Erstellen von Backups und Vergabe sicherer Passwörter erfüllt man dabei auch gleich gute Vorsätze.
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Eine Person arbeitet an einem Laptop. (Symbolbild) - pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Wir erwarten, dass unsere digitalen Helfer wie Handy, Tablet und Notebook das ganze Jahr zuverlässig und jederzeit funktionieren.

Während man aber sein Auto jährlich «in den Service» schickt, pflegt man Digitales kaum.

Diese «Das tut schon»-Mentalität hat aber ihre Tücken. Denn 2022 kann auch unangenehme Überraschungen bringen. Beispielsweise ein geklautes Handy, ein fallengelassenes Tablet oder ein kaputtes Notebook. Die Folgen sind zwischen ärgerlich bis katastrophal - je nachdem, ob man die dabei verschwundenen Daten, Dokumente, Videos und Photos irgendwo gesichert hat.

Handy-Daten lassen sich recht einfach durch die Synchronisations-Funktion von Android und iOS sichern. Jede neue Adresse und jedes Foto landet sofort in der Cloud von Google und Apple. Ein neues Handy holt sich dann die Daten einfach von dort zurück.

Traut man der Cloud nicht, kann man bei Apple-Geräten auch iTunes für die Sicherung auf einen PC verwenden. Bei Android helfen die Apps «Sichere dein Handy - Backup» und MyPhoneExplorer (www.fjsoft.at). Für die regelmässige Sicherung von Fotos und Videos hat sich Photosync (www.photosync-app.com) bewährt.

Auch auf dem Notebook lässt sich Wichtiges automatisch in die Cloud von Microsoft, Apple oder Google speichern. Will man aber wirklich sicher sein, muss man die komplette Festplatte mit Programm wie Macrium Reflect (www.macrium.com/reflectfree) sichern. Bei der erstmaligen Durchführung braucht das zwar viel Zeit und Platz auf externen USB-Festplatten. Spätere Sicherungen kopieren aber dann nur noch die Veränderungen.

Bei der fortwährenden Sicherung einzelner Ordner helfen FreeFileSync (freefilesync.org) oder Puresync (puresync.de). Duplicati (duplicati.com) erstellt verschlüsselte und somit vertrauliche Backups in beliebigen Cloudspeicher.

Viele Tools helfen, mehr Ordnung in die digitalen Schätze zu bringen oder Gesuchtes schneller zu finden. Everything (voidtools.com) hilft beim schnellen Auffinden von Dateien. Mailstore Home (mailstore.com) archiviert Tausende von E-Mails und macht die Sammlung durchsuchbar.

Beim Verwalten der Fotos helfen Digikam (digikam.org), Mylio (mylio.com) oder Excire (excire.com). Sie ordnen Fotos den abgebildeten Personen zu und erstellen automatisch Bildersammlungen zu Orten und Ereignissen.

Als letzte, aber wichtige Pflegeaktion sollte man sich wieder einmal seinen Passwörtern zuwenden. Seiten wie haveibeenpwned.com prüfen, ob die eigenen Daten in gehackten Sammlungen auftauchen.

Weil man für jeden Dienst ein eigenes Passwort verwenden sollte, sind Passwort-Manager heute unverzichtbar. Kostenlose Lösungen wie KeepassXC (keepassxc.org) oder das komfortablere, aber kostenpflichtige 1Password (1password.com/de/) verwalten Kontoinformationen und Notizen sicher. Muss man sich auf Webseiten anmelden, tippen diese Programme die nötigen Angaben auch gleich automatisch ein.

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