Fische leiden – Hitze und Wassermangel belasten die Emme
Die Fische in der Emme leiden stark unter der aktuellen Sommerhitze. Die Stadt Burgdorf bittet die Bevölkerung, die kühlen Kaltwasserzonen beim Baden zu meiden.

Den Fischen wird es aufgrund der aktuellen Hitzewelle in der Aare und in vielen Bächen deutlich zu warm, berichtet die Stadt Burgdorf. Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen und der ausbleibenden Niederschläge haben der Abfluss und die Wassertemperatur in der Emme für Fische teilweise kritische Werte erreicht.
Viele Fische ziehen sich deshalb in kühlere und tiefere Gewässerbereiche zurück, wo sie Schutz vor den hohen Wassertemperaturen finden. In den derzeit besonders betroffenen Abschnitten der Emme wurden an ausgewählten, ökologisch besonders sensiblen Stellen Hinweisschilder aufgestellt.
Diese Bereiche stellen wichtige Kaltwasserrefugien dar und sind für das Überleben der Fische von grosser Bedeutung. Darüber hinaus sind aktuell auch weitere tiefe Gewässerbereiche – insbesondere die Kolke bei Schwellen – wichtige Rückzugsorte für Fische.
Rücksicht auf die Tierwelt
Ein freiwilliger Verzicht auf das Baden und Verweilen in diesen Bereichen trägt wesentlich dazu bei, die Tiere in dieser aussergewöhnlichen Belastungssituation möglichst wenig zu stören. Es handelt sich dabei nicht um ein Verbot, sondern um einen Appell an die Eigenverantwortung und Rücksichtnahme der Bevölkerung.
Der Aufruf richtet sich gezielt an die besonders von hohen Wassertemperaturen betroffenen Abschnitte der Emme. Weniger kritisch ist die Situation derzeit im Abschnitt zwischen dem Zusammenfluss von Emme und Ilfis und dem Wasserkraftwerk Wannenfluh sowie zwischen Lützelflüh und der Lochbachbrücke in Oberburg.










